CO₂-Abgabe

CO₂-Abgabe Entwicklung und Auswirkungen auf Alltagskosten

Mit der Einführung und Erhöhung der CO₂-Bepreisung in Deutschland sind spürbare Effekte auf Kosten für Tanken, Heizen und allgemein fossile Energien verbunden. Wie sich die Abgaben über die Jahre verändert haben und wofür die Mehreinnahmen verwendet werden, zeigt die folgende Übersicht.

CO₂-Abgabe im zeitlichen Verlauf

Jahr CO₂-Preis pro Tonne (EUR) Beispiel Mehrkosten Tanken (Benzin) Beispiel Mehrkosten Heizen (Heizöl)
2021 25 € ~ 7 – 8 Ct/Liter ~ 6 – 7 Ct/Liter
2022 30 € ~ 8 – 9 Ct/Liter ~ 7 – 8 Ct/Liter
2023 35 € ~ 9 – 10 Ct/Liter ~ 8 – 9 Ct/Liter
2024 45 € ~ 11 – 12 Ct/Liter ~ 10 – 11 Ct/Liter
2025 55 €* ~ 13 – 14 Ct/Liter ~ 12 – 13 Ct/Liter

* geplante Erhöhung laut aktueller Planung. Werte gerundet und indikativ.

Berechnung der Mehrkosten

Beim Tanken ergibt sich die Abgabe anteilig je verbrauchter Menge:
CO₂-Preis (EUR/Tonne) wird über den Energiegehalt in Liter umgerechnet, wodurch pro Liter Benzin/Heizöl eine spezifische Abgabe anfällt.

  • Benzin: ~2,3 kg CO₂/Liter → CO₂-Abgabe von 25 €/t ergibt etwa 5,8 Ct/Liter allein aus dem CO₂-Preis.

  • Heizöl: ~2,7 kg CO₂/Liter → entsprechend etwas höherer Effekt.

Diese Werte werden im obigen Chart für jedes Jahr dargestellt und zeigen die Progression.

Kostensteigerungen im Alltag

Bereich Vor CO₂-Preis Nach CO₂-Preis Direkter Kostentreiber
Tanken (Benzin) Basispreis + ~12 % CO₂-Preis & Energiekosten
Heizen (Öl) Basispreis + ~10 % CO₂-Preis & Rohölpreise
Fernwärme Basispreis + ~5 – 8 % CO₂-Preis auf Brennstoffe
Gasversorgung Basispreis + ~7 – 10 % CO₂-Preis + Netzentgelte

Die angegebenen Prozentwerte sind Näherungswerte, da neben der CO₂-Abgabe auch Marktpreise, Steuern und Netzkosten die Endpreise beeinflussen.

Wofür werden die Einnahmen genutzt?

Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließen nicht direkt in den Staatshaushalt ohne Zweck, sondern sollen gezielt verwendet werden:

  • Entlastung für Bürger: Zuschüsse zu Energieeffizienzmaßnahmen, Wohngeldanpassung, Klimaprämien.

  • Förderprogramme: Zuschüsse für Wärmepumpen, Gebäudesanierung, erneuerbare Energien.

  • Verkehrswende: Ausbau des Schienennetzes, Subventionen für E-Mobilität, günstigerer Nahverkehr.

Eine direkte Auszahlung an Verbraucher in Form eines „Klimagelds“ war für bestimmte Jahre geplant, um die Belastung sozial auszugleichen.

Konkrete Beispiele

  • Haushalt mit Ölheizung: Eine Umstellung auf eine Wärmepumpe spart langfristig CO₂-Kosten und mindert Abhängig­keit von fossilen Brennstoffen.

  • Pendler: Durch die CO₂-Bepreisung steigt der Literpreis, was vor allem Vielfahrer spüren; gleichzeitig können steuerliche Pendlerpauschalen angepasst werden.

Zukunftsausblick

Die CO₂-Bepreisung wird in Deutschland auf Basis politischer Entscheidungen weiterentwickelt. Entsprechend sind weitere moderate Erhöhungen denkbar, parallel zu flankierenden Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Technologien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert