Urlaub und Tanken in Rumänien: Kraftstoffe, Rovinieta und Verkehrsregeln
Rumänien lässt sich gut mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen erkunden. Reisende sollten sich jedoch vorab über die rumänischen Kraftstoffbezeichnungen, Tempolimits, die elektronische Straßenbenutzungsgebühr Rovinieta und separat mautpflichtige Donaubrücken informieren.
Seit Anfang 2025 gehört Rumänien vollständig zum Schengen-Raum. An den Binnengrenzen zu Ungarn und Bulgarien finden daher grundsätzlich keine regulären Personenkontrollen mehr statt. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass muss trotzdem mitgeführt werden.
Rumänien als Reiseziel

Die Karpaten prägen große Teile der rumänischen Landschaft.
Rumänien besitzt eine Fläche von rund 238.000 Quadratkilometern. Hauptstadt und größte Stadt ist Bukarest. Das Land grenzt an Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Republik Moldau und die Ukraine.
Zu den bekanntesten Reisezielen gehören Siebenbürgen, die Karpaten, das Donaudelta, die Schwarzmeerküste und historische Städte wie Brașov, Sibiu und Sighișoara.
Rumänien ist Mitglied der Europäischen Union, verwendet aber nicht den Euro. Die Landeswährung ist der rumänische Leu, abgekürzt RON. Ein Leu besteht aus 100 Bani.
Urlaub in Rumänien

Schloss Peleș bei Sinaia gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Rumäniens.
Rumänien bietet historische Städte, Gebirgslandschaften, Badeorte und weitläufige Naturgebiete. Im Donaudelta leben zahlreiche Vogelarten. Das weit verzweigte Gebiet aus Wasserarmen, Seen und Schilfflächen gehört zum UNESCO-Welterbe.
In den Karpaten befinden sich einige der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas. Dort leben unter anderem Braunbären, Wölfe und Luchse. Wanderer sollten ausgewiesene Wege benutzen, örtliche Warnungen beachten und Wildtiere niemals füttern.
Zu den bekanntesten Gebirgsstraßen gehören die Transfăgărășan und die Transalpina. Beide führen über hohe Karpatenpässe und können wegen Schnee, Unwettern oder Bauarbeiten saisonal gesperrt sein. Vor der Anfahrt sollte der aktuelle Straßenzustand geprüft werden.
Tanken in Rumänien
Das rumänische Tankstellennetz ist in Städten sowie entlang von Autobahnen, National- und Europastraßen gut ausgebaut. In abgelegenen Gebirgsregionen können die Abstände zwischen den Tankstellen jedoch größer sein.
Zu den verbreiteten Anbietern gehören unter anderem:
- OMV Petrom
- Rompetrol
- MOL
- Lukoil
- SocAR
- verschiedene regionale und unabhängige Anbieter
Viele größere Tankstellen sind rund um die Uhr geöffnet und bieten Lebensmittel, Getränke, Toiletten, Waschanlagen und Einrichtungen zum Prüfen des Reifendrucks an.
Welche Kraftstoffsorten gibt es?
| Bezeichnung in Rumänien | Deutsche Entsprechung |
|---|---|
| Benzină 95 | Superbenzin mit 95 Oktan |
| Benzină 98 / 100 | Super Plus beziehungsweise Premiumbenzin |
| Motorină | Dieselkraftstoff |
| GPL | Autogas beziehungsweise LPG |
Zusätzlich werden die europaweit einheitlichen Kraftstoffsymbole verwendet:
- E5 oder E10 für Benzin,
- B7 für normalen Dieselkraftstoff,
- GPL beziehungsweise LPG für Autogas.
Vor dem Tanken sollte kontrolliert werden, ob das Fahrzeug für E10 freigegeben ist. Maßgeblich sind die Angaben am Tankdeckel, in der Bedienungsanleitung und an der Zapfsäule.
Die Farbe der Zapfpistole allein ist kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal. So lässt sich eine Falschbetankung vermeiden.
Wie funktioniert das Tanken?
An den meisten Tankstellen tankt der Kunde selbst. An einigen Stationen stehen Mitarbeiter bereit, die beim Betanken oder beim Reinigen der Scheiben helfen. Ein Trinkgeld ist nicht vorgeschrieben, kann bei zusätzlichem Service aber gegeben werden.
Üblicherweise wird zuerst getankt und anschließend an der Kasse bezahlt. Die Nummer der Zapfsäule sollte man sich merken.
An Automatentankstellen kann eine Vorauszahlung oder Kartenautorisierung erforderlich sein. Dabei wird möglicherweise vorübergehend ein höherer Betrag auf der Karte reserviert. Abgerechnet werden sollte nur der tatsächlich getankte Kraftstoff.
Bezahlen an rumänischen Tankstellen
An größeren Tankstellen werden Kreditkarten und international einsetzbare Debitkarten normalerweise akzeptiert. Bargeld sollte dennoch mitgeführt werden, insbesondere bei kleinen Tankstellen in ländlichen Gebieten.
Die Bezahlung erfolgt in rumänischen Lei. Werden am Kartenterminal Lei oder Euro zur Auswahl angeboten, ist die Abrechnung in RON meistens günstiger. Bei einer direkten Umrechnung in Euro kann ein ungünstiger Wechselkurs verwendet werden.
Auch wenn manche Tankstellen Euro annehmen, besteht darauf kein Anspruch. Wechselgeld wird häufig in Lei ausgezahlt.
Kraftstoffpreise in Rumänien
Die Kraftstoffpreise unterscheiden sich je nach Anbieter, Region und Lage. Autobahntankstellen und Stationen in stark besuchten Urlaubsgebieten können teurer sein als Tankstellen in Städten oder Gewerbegebieten.
Rumänien kann bei einzelnen Kraftstoffsorten günstiger als Deutschland sein. Eine dauerhaft gültige pauschale Aussage ist wegen schwankender Preise und Wechselkurse jedoch nicht möglich.
Ein längerer Umweg zu einer günstigeren Tankstelle lohnt sich nicht immer. Die zusätzliche Fahrstrecke kann die Ersparnis schnell wieder aufheben.
Tempolimits in Rumänien

In Rumänien gelten je nach Straßenklasse unterschiedliche Tempolimits.
Für Pkw gelten grundsätzlich folgende Höchstgeschwindigkeiten, sofern Verkehrszeichen nichts anderes bestimmen:
| Straßenart | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|
| Innerhalb geschlossener Ortschaften | 50 km/h |
| Gewöhnliche Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften | 90 km/h |
| Europastraßen mit E-Kennzeichnung | 100 km/h |
| Schnellstraßen | 120 km/h |
| Autobahnen | 130 km/h |
Für Fahrer, die ihren Führerschein noch kein Jahr besitzen, gelten außerhalb geschlossener Ortschaften niedrigere Höchstgeschwindigkeiten. Sie müssen grundsätzlich 20 km/h unter dem jeweiligen allgemeinen Limit bleiben.
Für Gespanne, schwere Wohnmobile, Lastkraftwagen und Busse gelten ebenfalls abweichende Geschwindigkeiten. Die Beschilderung hat immer Vorrang.
Geschwindigkeitskontrollen und Bußgelder
Geschwindigkeiten werden stationär und mobil kontrolliert. Besonders innerhalb geschlossener Ortschaften können sich lange Hauptstraßen mit häufig wechselnden Geschwindigkeitsbegrenzungen befinden.
Hohe Überschreitungen können neben einem Bußgeld zu einem vorübergehenden Fahrverbot in Rumänien führen. Rumänische Bußgeldbescheide können grundsätzlich auch nach Deutschland geschickt und innerhalb der EU vollstreckt werden.
Da sich Bußgeldbeträge ändern können, ist eine Tabelle mit festen Eurobeträgen schnell veraltet. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt des Verstoßes geltende rumänische Bußgeldkatalog.
Autofahren in Rumänien
Ein deutscher EU-Führerschein wird in Rumänien anerkannt. Ein internationaler Führerschein ist für normale touristische Aufenthalte nicht erforderlich.
Folgende Dokumente sollten mitgeführt werden:
- gültiger Personalausweis oder Reisepass,
- gültiger Führerschein,
- Zulassungsbescheinigung Teil I,
- Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung,
- Bestätigung über die Rovinieta,
- Vollmacht des Fahrzeughalters bei einem fremden Fahrzeug,
- Mietwagenunterlagen, falls zutreffend.
Die Internationale Versicherungskarte ist innerhalb der EU grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Sie kann bei einem Unfall den Nachweis der Versicherungsdaten erleichtern und ist daher empfehlenswert.
Welche Ausrüstung muss ins Auto?
Für eine Fahrt nach Rumänien sollten folgende Gegenstände vorhanden sein:
- zwei Warndreiecke,
- Warnweste, griffbereit im Fahrzeuginnenraum,
- Verbandkasten,
- Feuerlöscher,
- Europäischer Unfallbericht.
Die Ausrüstung muss in gebrauchsfähigem Zustand sein. Beim Verbandkasten und Feuerlöscher sollten Haltbarkeit beziehungsweise Prüffrist kontrolliert werden.
Weitere Informationen bietet unsere Übersicht zur Mitführpflicht in Europa.
Rovinieta: die elektronische Vignette

Sighișoara besitzt eine besonders gut erhaltene mittelalterliche Altstadt.
Für die Nutzung des rumänischen Nationalstraßennetzes benötigen Pkw eine elektronische Straßenbenutzungsgebühr. Sie wird Rovinieta genannt.
Die Rovinieta ist keine Klebevignette. Sie wird elektronisch für das Kennzeichen und das Zulassungsland des Fahrzeugs registriert. Kontrolliert wird mithilfe stationärer und mobiler Kameras.
Wo gilt die Rovinieta?
Die Rovinieta wird benötigt auf:
- Autobahnen,
- Schnellstraßen,
- Europastraßen,
- sonstigen rumänischen Nationalstraßen.
Sie gilt nicht pauschal auf jeder Straße des Landes. Kommunale, Kreis- und reine Stadtstraßen fallen grundsätzlich nicht unter die Rovinieta.
Ausgenommen sind außerdem bestimmte Abschnitte von Nationalstraßen innerhalb von Städten zwischen den entsprechenden Ortseingangs- und Ortsausgangsschildern. Da Ortsumgehungen und Zufahrten häufig zum Nationalstraßennetz gehören, sollte bei einer Überlandfahrt grundsätzlich von einer Vignettenpflicht ausgegangen werden.
Motorräder benötigen keine Rovinieta.
Preise der Rovinieta für Pkw
Für normale Pkw der Kategorie A gelten folgende Tarife:
| Gültigkeit | Preis |
|---|---|
| 1 Tag | 3,50 Euro |
| 10 Tage | 6,00 Euro |
| 30 Tage | 9,50 Euro |
| 60 Tage | 15,00 Euro |
| 12 Monate | 50,00 Euro |
Die Beträge werden beim Kauf üblicherweise in rumänische Lei umgerechnet. Für Transporter, Nutzfahrzeuge, Busse und schwere Fahrzeuge gelten andere Kategorien und Preise.
Wo kann man die Rovinieta kaufen?
Die elektronische Vignette ist erhältlich:
- im offiziellen CNAIR-Portal erovinieta.ro,
- über die offizielle eTarife-App,
- an autorisierten Tankstellen und Verkaufsstellen,
- teilweise an Grenzübergängen,
- über weitere offiziell zugelassene Vertriebspartner.
Beim Kauf müssen Kennzeichen, Zulassungsland, Fahrzeugkategorie und Gültigkeitszeitraum richtig angegeben werden. Für längere Laufzeiten kann zusätzlich die Fahrzeug-Identifizierungsnummer verlangt werden.
Vor der Bestätigung sollten alle Daten sorgfältig kontrolliert werden. Bereits ein Zahlendreher im Kennzeichen kann dazu führen, dass das Fahrzeug als nicht bezahlt erfasst wird.
Der Kaufbeleg sollte gespeichert beziehungsweise ausgedruckt und bis nach Ablauf der Gültigkeit aufbewahrt werden. Im offiziellen Portal kann außerdem geprüft werden, ob eine gültige Rovinieta registriert ist.
Bußgeld bei fehlender Rovinieta
Wer mit einem Pkw ohne gültige Rovinieta auf dem gebührenpflichtigen Straßennetz fährt, muss mit einem Bußgeld von derzeit 500 bis 1.000 Lei rechnen.
Die Kontrolle erfolgt automatisiert anhand des Kennzeichens. Deshalb sollte die Vignette vor der ersten Fahrt auf einer gebührenpflichtigen Straße gültig sein.
Zusätzliche Brückenmaut
Die Rovinieta deckt nicht alle Brücken- und Durchfahrtsgebühren ab. Für bestimmte Donaubrücken wird eine zusätzliche Maut erhoben.
Eine gesonderte Gebühr gilt unter anderem für:
- die Verbindung Fetești–Cernavodă auf der A2,
- die Brücke Giurgeni–Vadu Oii,
- die Grenzbrücke Giurgiu–Ruse zwischen Rumänien und Bulgarien,
- die Grenzbrücke Calafat–Vidin.
Die Gebühr für Fetești–Cernavodă kann über das offizielle CNAIR-Portal, autorisierte Vertriebspartner oder je nach Fahrspur vor Ort bezahlt werden. Die Fahrspuren und Hinweise an der Mautstelle müssen beachtet werden.
Brückenpreise können sich ändern und hängen teilweise von der Fahrzeugklasse ab. Sie sollten unmittelbar vor der Reise beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.
Alkohol am Steuer
In Rumänien gilt für sämtliche Fahrer eine Alkoholgrenze von 0,0 Promille. Bereits geringe nachgewiesene Mengen können zu einem Bußgeld und einem Fahrverbot führen.
Bei höheren Werten kann eine Straftat vorliegen. Dann drohen ein Strafverfahren, der Entzug der Fahrerlaubnis und weitere Sanktionen.
Auch Restalkohol am Morgen kann problematisch sein. Wer fahren möchte, sollte vollständig auf Alkohol verzichten.
Lichtpflicht
In Rumänien müssen Kraftfahrzeuge ganzjährig auch tagsüber auf öffentlichen Straßen mit Tagfahrlicht oder Abblendlicht fahren.
Bei Dunkelheit, schlechter Sicht und in Tunneln ist das Abblendlicht zu verwenden. Vor Reisebeginn sollte die gesamte Fahrzeugbeleuchtung kontrolliert werden.
Winterreifenpflicht
In Rumänien gibt es keinen festen Kalenderzeitraum für die Winterreifenpflicht. Winterreifen sind vorgeschrieben, sobald Straßen mit Schnee, Eis oder Schneematsch bedeckt sind.
Wer in den Wintermonaten oder in die Karpaten fährt, sollte daher unabhängig vom Wetter am Ausgangsort geeignete Winterreifen montieren. Schneeketten können auf entsprechend gekennzeichneten Strecken erforderlich sein.
Die Wetterverhältnisse können sich in Gebirgsregionen schnell ändern. Hoch gelegene Straßen sind teilweise über viele Monate gesperrt.
Verkehrsregeln und Sicherheitshinweise

Rumänien besitzt ausgedehnte Wald- und Gebirgslandschaften.
Auf Autobahnen und neuen Schnellstraßen sind die Fahrbahnen überwiegend gut ausgebaut. Auf kleineren Landstraßen muss dagegen mit Schlaglöchern, unbefestigten Abschnitten, fehlenden Markierungen und Tieren auf der Fahrbahn gerechnet werden.
Besonders vorsichtig sollte man bei Dunkelheit fahren. Langsame oder unbeleuchtete Fahrzeuge, Pferdefuhrwerke, Radfahrer, Fußgänger und Tiere können schwer zu erkennen sein.
Weitere wichtige Regeln:
- Für alle Insassen besteht Anschnallpflicht.
- Ein Mobiltelefon darf während der Fahrt nicht in der Hand benutzt werden.
- Radarwarner und Geräte zur aktiven Störung von Messanlagen sind verboten.
- An Kreuzungen gilt grundsätzlich rechts vor links, sofern Schilder nichts anderes bestimmen.
- Straßenbahnen und aussteigende Fahrgäste sind besonders zu beachten.
- Bei einem Hupverbot weist die Beschilderung „Claxonarea interzisă“ darauf hin.
- Auf langen Gefällestrecken sollte die Motorbremswirkung genutzt werden.
- Riskante Überholmanöver auf kurvigen Land- und Gebirgsstraßen sind zu vermeiden.
Die Motorbremswirkung schont auf langen Gefällestrecken die Bremsanlage. Ein höheroktaniger Premiumkraftstoff ist für Gebirgsfahrten nur erforderlich, wenn der Fahrzeughersteller ihn vorschreibt oder empfiehlt.
Kinder im Fahrzeug
Kinder mit einer Körpergröße von weniger als 135 Zentimetern müssen grundsätzlich in einem geeigneten Kindersitz oder Rückhaltesystem gesichert werden.
Ein rückwärtsgerichteter Kindersitz darf auf dem Beifahrersitz nur verwendet werden, wenn der Beifahrerairbag zuverlässig deaktiviert ist. Das Rückhaltesystem muss zu Größe und Gewicht des Kindes passen.
Parken in Rumänien
In Bukarest und anderen größeren Städten sind viele Parkplätze gebührenpflichtig. Bezahlt wird je nach Ort am Automaten, per SMS oder über eine Park-App.
Die örtliche Beschilderung ist sorgfältig zu prüfen. Falsch abgestellte Fahrzeuge können abgeschleppt oder mit einer Parkkralle versehen werden.
In touristischen Städten und an Sehenswürdigkeiten sollte das Fahrzeug möglichst auf einem bewachten Parkplatz abgestellt werden. Wertsachen und Reisedokumente gehören nicht sichtbar ins Auto.
Unfall und Panne
Bei einem Unfall muss zunächst die Unfallstelle gesichert werden. Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und die Warndreiecke mit ausreichendem Abstand aufstellen, sofern dies gefahrlos möglich ist.
Die europaweit gültige Notrufnummer lautet 112.
Die Polizei sollte insbesondere verständigt werden, wenn:
- Personen verletzt wurden,
- größere Schäden entstanden sind,
- die Beteiligten sich nicht einigen können,
- Alkohol oder Drogen vermutet werden,
- ein Beteiligter flüchtet,
- ein Mietwagen beteiligt ist.
Bei einem kleineren Sachschaden können besondere Meldepflichten und Fristen gelten. Deshalb sollte die eigene Versicherung beziehungsweise der Mietwagenanbieter umgehend kontaktiert werden.
Unfallstelle, Fahrzeugpositionen, Schäden, Kennzeichen und Versicherungsdaten sollten fotografiert werden. Dokumente dürfen nur unterschrieben werden, wenn ihr Inhalt vollständig verstanden wurde.
Sehenswürdigkeiten in Rumänien
Bukarest
Die Hauptstadt bietet breite Boulevards, historische Viertel und den monumentalen Parlamentspalast. Der Stadtverkehr kann dicht und unübersichtlich sein. Für Besucher sind bewachte Parkhäuser häufig die bequemste Lösung.
Siebenbürgen
Siebenbürgen, auf Rumänisch Transilvania, ist für mittelalterliche Städte, Kirchenburgen und die Karpaten bekannt. Beliebte Ziele sind Brașov, Sibiu, Sighișoara und Cluj-Napoca.
Schloss Peleș
Schloss Peleș liegt bei Sinaia im Prahova-Tal. Es wurde im 19. Jahrhundert als königliche Sommerresidenz erbaut und gehört zu den bekanntesten Schlössern des Landes.
Bran und Dracula
Die Burg Bran wird touristisch häufig als Dracula-Schloss vermarktet. Die historische Verbindung zu Vlad III. ist allerdings begrenzt. Bram Stokers Romanfigur Dracula ist eine literarische Schöpfung und keine genaue Darstellung des walachischen Herrschers.
Donaudelta
Das Donaudelta lässt sich am besten mit zugelassenen Booten und ortskundigen Führern erkunden. Viele Bereiche stehen unter Naturschutz und dürfen nicht frei befahren oder betreten werden.
Schwarzmeerküste
Bekannte Urlaubsorte an der Schwarzmeerküste sind Constanța, Mamaia, Eforie Nord und Mangalia. Während der Sommerferien ist auf den Zufahrtsstraßen mit dichtem Verkehr zu rechnen.
Häufige Fragen zum Tanken und Autofahren in Rumänien
Wie heißt Super 95?
Superbenzin mit 95 Oktan wird als Benzină 95 angeboten. Zusätzlich sollte auf die Kennzeichnung E5 oder E10 geachtet werden.
Wie heißt Diesel?
Diesel heißt in Rumänien Motorină und trägt normalerweise das quadratische Symbol B7.
Kann man mit Euro bezahlen?
Einige touristische Betriebe akzeptieren Euro, die offizielle Währung ist jedoch der rumänische Leu. An Tankstellen empfiehlt sich die Zahlung in RON oder mit Karte.
Benötigen Pkw eine Vignette?
Ja. Für Autobahnen, Schnellstraßen und das rumänische Nationalstraßennetz wird grundsätzlich eine elektronische Rovinieta benötigt.
Gilt die Rovinieta auf allen Straßen?
Nein. Sie gilt auf dem nationalen Straßennetz, nicht pauschal auf kommunalen Straßen und Kreisstraßen. Bei Überlandfahrten werden jedoch fast immer vignettenpflichtige Straßen genutzt.
Benötigen Motorräder eine Rovinieta?
Nein. Motorräder sind von der Rovinieta-Pflicht ausgenommen.
Welche Promillegrenze gilt?
In Rumänien gilt für alle Fahrer 0,0 Promille.
Gibt es eine feste Winterreifenzeit?
Nein. Winterreifen sind immer dann vorgeschrieben, wenn die Fahrbahn mit Schnee, Eis oder Schneematsch bedeckt ist.
Wie schnell darf man auf Schnellstraßen fahren?
Für Pkw gilt auf entsprechend ausgewiesenen Schnellstraßen grundsätzlich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.
Fazit: Mit dem Auto durch Rumänien
Das Tanken in Rumänien ist entlang der Hauptverkehrsrouten unkompliziert. Benzin heißt Benzină, Diesel wird als Motorină angeboten. Bezahlt wird am besten in rumänischen Lei oder mit einer international einsetzbaren Karte.
Besonders wichtig sind die elektronische Rovinieta, zusätzliche Gebühren für bestimmte Donaubrücken, die strikte Null-Promille-Grenze und die ganztägige Lichtpflicht. Wer außerdem die unterschiedlichen Tempolimits und mögliche saisonale Straßensperren in den Karpaten beachtet, kann Rumänien gut vorbereitet mit dem Auto erkunden.