
Wer mit dem Auto, Mietwagen oder Geländewagen durch die Mongolei reist, sollte seine Tankstopps sorgfältig planen. Während es in Ulaanbaatar und den größeren Städten zahlreiche Tankstellen gibt, können die Entfernungen zwischen den Versorgungsmöglichkeiten in abgelegenen Regionen erheblich sein. Gerade bei Fahrten durch die Gobi oder dünn besiedelte Gebiete empfiehlt es sich daher, frühzeitig zu tanken und nicht bis zum letzten Liter zu warten.
Die Mongolei ist ein Binnenstaat in Asien und grenzt im Norden an Russland und im Süden an China. Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt des Landes ist Ulaanbaatar. Die Amtssprache ist Mongolisch.
Bezahlt wird mit dem Mongolischen Tögrög (MNT). Das internationale Kfz-Länderkennzeichen lautet MGL.
Die enorme Fläche und die sehr geringe Bevölkerungsdichte machen Autofahrten durch die Mongolei zu einem besonderen Erlebnis. Außerhalb der Städte führen viele Routen durch nahezu menschenleere Steppen-, Wüsten- und Gebirgslandschaften.
Tankstellen und Kraftstoff in der Mongolei
In Ulaanbaatar sowie in den größeren Städten und Provinzzentren gibt es moderne Tankstellen. Auf dem Land wird das Netz deutlich dünner. Wer längere Strecken zurücklegt, sollte deshalb grundsätzlich tanken, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet.
An mongolischen Tankstellen sind vor allem verschiedene Benzinsorten und Dieselkraftstoff erhältlich. Welche Sorte verfügbar ist, hängt von der jeweiligen Tankstelle und Region ab. Insbesondere auf abgelegenen Routen sollte man sich nicht darauf verlassen, jederzeit die gewünschte Kraftstoffsorte vorzufinden.
Für Selbstfahrer gilt daher: Vor längeren Etappen sollte der Tank möglichst voll sein. Bei Expeditionen in besonders abgelegene Gebiete kann außerdem eine zusätzliche Kraftstoffreserve sinnvoll sein – sofern deren Mitnahme und sichere Lagerung mit dem Mietwagenanbieter und den örtlichen Vorschriften vereinbar ist.
Die Versorgungslage kann zudem schwanken. Im Sommer 2026 berichteten Reisende aus verschiedenen Teilen der Mongolei von zeitweisen Engpässen, langen Warteschlangen und teilweise begrenzten Abgabemengen. Wer aktuell eine längere Selbstfahrerreise plant, sollte deshalb kurz vor und während der Reise die regionale Versorgungslage prüfen.
Autofahren und Straßen in der Mongolei

Die Mongolei lässt sich hervorragend mit dem Fahrzeug erkunden – allerdings unterscheiden sich die Straßenverhältnisse deutlich von denen in Mitteleuropa.
Zwischen größeren Städten gibt es zunehmend asphaltierte Straßen. Abseits der Hauptverkehrsachsen führen viele Strecken jedoch über Schotter-, Sand- oder Erdpisten. Teilweise existieren mehrere parallel verlaufende Fahrspuren, ohne dass eine davon als eigentliche Straße erkennbar wäre.
Für Reisen abseits der großen Verbindungsstraßen ist deshalb ein robustes Fahrzeug mit ausreichender Bodenfreiheit empfehlenswert. Auf anspruchsvollen Strecken kann ein Geländewagen mit Allradantrieb die bessere Wahl sein.
Besondere Vorsicht ist bei Schlaglöchern, ausgewaschenen Pisten, Sand, Schlamm und plötzlich auftauchenden Tieren geboten. Auch Entfernungen sollten nicht unterschätzt werden: Eine Strecke, die auf der Karte relativ kurz erscheint, kann auf schlechten Pisten viele Stunden dauern.
In der Mongolei herrscht Rechtsverkehr.
Bei längeren Überlandfahrten sollten neben ausreichend Kraftstoff auch Trinkwasser, Lebensmittel, warme Kleidung, eine zuverlässige Navigation und gegebenenfalls ein Ersatzrad sowie grundlegendes Werkzeug mitgeführt werden.
Ulaanbaatar und wichtige Städte
Ulaanbaatar ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Mongolei. Hier befinden sich die wichtigsten Behörden, Unternehmen und Verkehrsknotenpunkte des Landes. Entsprechend gut ist auch die Versorgung mit Tankstellen, Werkstätten, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten.
Eine weitere bedeutende Stadt ist Erdenet im Norden des Landes. Sie entwickelte sich insbesondere durch den Bergbau und ist für ihre großen Kupfer- und Molybdänvorkommen bekannt.
Im Süden liegt Dalanzadgad, ein wichtiger Ausgangspunkt für Reisen in die Wüste Gobi. Wer von hier aus abgelegene Sehenswürdigkeiten der Südgobi ansteuert, sollte Kraftstoffversorgung und Reichweite besonders sorgfältig kalkulieren.
Weitere wichtige Städte sind unter anderem Darkhan, Khovd und Ölgii. Letzteres liegt weit im Westen der Mongolei und ist ein bedeutendes Zentrum der kasachisch geprägten Region Bayan-Ölgii.
Reisen durch die Mongolei

Die Mongolei bietet außergewöhnliche Landschaften: endlose Steppen, die Wüste Gobi, Gebirge, Seen und vulkanisch geprägte Regionen wechseln sich ab.
Zu den bekanntesten Reisezielen gehören die Wüste Gobi, der Khövsgöl-See, die ehemalige Hauptstadt Karakorum (Kharkhorin) und zahlreiche Nationalparks.
Auch der Hustai-Nationalpark ist sehenswert. Dort leben wieder Przewalski-Pferde, die als letzte heute noch existierende Wildpferdeart gelten.
In Kharkhorin befindet sich außerdem das berühmte buddhistische Kloster Erdene Zuu. Es entstand in unmittelbarer Nähe des historischen Karakorum, das im 13. Jahrhundert zum politischen Zentrum des Mongolischen Reiches wurde.
Klima und beste Reisezeit

Das Klima der Mongolei ist extrem kontinental geprägt. Die Winter sind lang und sehr kalt, während die Sommer kurz, trocken und teilweise ausgesprochen heiß sein können.
Auch während einer sommerlichen Rundreise können die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erheblich sein. Warme Kleidung gehört deshalb selbst im Sommer ins Reisegepäck.
Für klassische Rundreisen mit dem Auto gelten insbesondere die Sommermonate als günstig. Wer abgelegene Regionen bereist, sollte dennoch jederzeit mit Wetterumschwüngen, starken Winden und schwierigen Straßenverhältnissen rechnen.
Einreise in die Mongolei
Für deutsche Staatsangehörige ist die touristische Einreise derzeit für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen ohne Visum möglich. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, sollten Reisende unmittelbar vor der Abfahrt die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts und der mongolischen Behörden kontrollieren.
Wer auf dem Landweg ein- oder ausreisen möchte, sollte außerdem beachten, dass ausländische Reisende nur bestimmte internationale Grenzübergänge benutzen können. Öffnungszeiten und Nutzbarkeit einzelner Übergänge können sich kurzfristig ändern.
Reisetipps für Selbstfahrer
Eine Fahrt durch die Mongolei erfordert mehr Vorbereitung als eine klassische Autoreise durch Mitteleuropa. Besonders außerhalb der Städte sind Entfernungen groß und Dienstleistungen teilweise nur eingeschränkt verfügbar.
Vor jeder längeren Etappe empfiehlt es sich daher:
- den Tank vollständig aufzufüllen,
- die nächsten Tankmöglichkeiten vorab zu prüfen,
- ausreichend Trinkwasser mitzunehmen,
- Offline-Karten oder ein zuverlässiges GPS-System bereitzuhalten,
- ein Ersatzrad und Werkzeug mitzuführen,
- die Wettervorhersage und Straßenbedingungen zu prüfen und
- genügend Zeitreserven einzuplanen.
In sehr abgelegenen Gebieten sollte zudem nicht ausschließlich auf Mobilfunkempfang vertraut werden.
Camping in der Mongolei
Die dünne Besiedlung und die weiten Landschaften machen die Mongolei zu einem beliebten Ziel für Camping- und Overlanding-Reisen.
Wer außerhalb ausgewiesener Campingplätze übernachten möchte, sollte Rücksicht auf Bewohner, Viehherden, Schutzgebiete und lokale Regeln nehmen. Abfälle sollten vollständig wieder mitgenommen und Wasserstellen nicht verunreinigt werden.
In größeren Orten können Lebensmittel und Trinkwasser nachgekauft werden. In abgelegenen Regionen ist das Angebot dagegen deutlich begrenzter. Deshalb empfiehlt es sich, vor längeren Etappen ausreichend Vorräte mitzunehmen.
Die mongolische Küche

Die traditionelle mongolische Küche ist stark von der nomadischen Lebensweise geprägt. Fleisch, Teigwaren und Milchprodukte spielen eine wichtige Rolle.
Zu den bekanntesten Gerichten gehören Buuz, gedämpfte Teigtaschen mit Fleischfüllung. Die gebratene beziehungsweise frittierte Variante wird Khuushuur genannt.
Ebenfalls verbreitet ist Tsuivan, ein Gericht aus Nudeln, Fleisch und Gemüse. Als traditionelles Milchprodukt findet man häufig Aaruul, getrockneten Quark beziehungsweise getrocknete Sauermilchprodukte.
Eine besondere mongolische Spezialität ist Airag, vergorene Stutenmilch. Sie wird insbesondere während der Sommermonate angeboten und besitzt einen gewissen Alkoholgehalt.
Wer von einer mongolischen Familie in eine Jurte – mongolisch Ger – eingeladen wird, sollte angebotene Speisen und Getränke zumindest probieren. Gastfreundschaft besitzt in der mongolischen Kultur einen hohen Stellenwert.
Fazit: Tanken und Autofahren in der Mongolei
Eine Reise mit dem Auto durch die Mongolei verspricht beeindruckende Landschaften und ein außergewöhnliches Gefühl von Freiheit. Gleichzeitig verlangen die riesigen Entfernungen, dünne Besiedlung und teilweise anspruchsvollen Straßen eine gute Vorbereitung.
Beim Tanken gilt deshalb eine einfache Regel: Lieber einmal zu früh als einmal zu spät tanken. In größeren Städten ist die Kraftstoffversorgung normalerweise deutlich besser, während Tankstellen in abgelegenen Regionen weit auseinanderliegen können. Zusätzlich können zeitweise regionale Versorgungsengpässe auftreten.
Wer Tankstopps vorausplant, ausreichend Reserven einkalkuliert und sein Fahrzeug auf die jeweiligen Straßenverhältnisse abstimmt, ist für einen Roadtrip durch die Mongolei wesentlich besser vorbereitet.
Dieser Satz ist suboptimal formuliert: "In den Supermärkten sind dei Produkte die man aus der EU, Russland, China, Polen oder Deutschland importiert sind eher hoch."
Lt. Auswärtigem Amt benötigt man für die Mongolei kein Visum