
Brasilien lässt sich grundsätzlich gut mit einem Mietwagen erkunden. Wegen der enormen Entfernungen, unterschiedlicher Straßenverhältnisse und mehrerer Kraftstoffarten sollte eine längere Fahrt jedoch sorgfältig vorbereitet werden.
An brasilianischen Tankstellen gibt es neben Benzin und Diesel fast überall Ethanol aus Zuckerrohr. Gleichzeitig enthält auch das reguläre Benzin einen hohen Ethanolanteil. Besonders wichtig ist deshalb die Frage, welchen Kraftstoff der Mietwagen verträgt.
Das Wichtigste in Kürze
- Getankt wird in Brasilien normalerweise durch einen Tankwart.
- Gewöhnliches Benzin heißt „gasolina comum“.
- Separat angebotenes Ethanol heißt „etanol hidratado“ und gehört nur in dafür geeignete Flex-Fuel-Fahrzeuge.
- Die in Brasilien verkaufte normale Benzinmischung enthält seit August 2025 grundsätzlich 30 Prozent Ethanol.
- Bei längeren Überlandfahrten sollte frühzeitig nachgetankt werden.
- Die erlaubte Kraftstoffart steht am Tankdeckel, im Fahrzeughandbuch oder im Mietvertrag.
- In abgelegenen Regionen sind ein ausreichender Tankinhalt, Wasser und eine offline verfügbare Route besonders wichtig.
Wie funktioniert das Tanken in Brasilien?
An brasilianischen Tankstellen übernimmt in der Regel ein Mitarbeiter, der sogenannte „frentista“, das Betanken des Fahrzeugs. Man fährt an die passende Zapfsäule, nennt die gewünschte Kraftstoffart und sagt entweder einen Geldbetrag oder bittet um einen vollen Tank.
Hilfreiche Begriffe sind:
- Gasolina comum: normales Benzin
- Gasolina aditivada: Benzin mit Reinigungs- und Pflegeadditiven
- Gasolina premium: höheroktaniges Benzin für Fahrzeuge, deren Hersteller es verlangt oder empfiehlt
- Etanol: Ethanol-Kraftstoff für geeignete Flex-Fuel-Fahrzeuge
- Diesel S10: schwefelarmer Dieselkraftstoff für viele moderne Dieselfahrzeuge
- Completa, por favor: Bitte volltanken
Vor dem Tanken sollte man dem Mitarbeiter eindeutig sagen, welcher Kraftstoff eingefüllt werden soll. Bei einem Mietwagen empfiehlt sich zusätzlich ein Blick auf den Tankdeckel oder in den Mietvertrag. Eine Verwechslung zwischen Benzin, Ethanol und Diesel kann kostspielige Schäden verursachen.
Weitere Informationen zur Suche nach einer Tankstelle finden Sie in unserem Tankstellenbereich.
Welches Benzin wird in Brasilien verkauft?
An öffentlichen Tankstellen wird vor allem Benzin der Sorte „gasolina C“ verkauft. Dabei handelt es sich um Benzin, dem bereits Ethanol beigemischt wurde.
Seit dem 1. August 2025 enthält gewöhnliches Benzin in Brasilien grundsätzlich 30 Prozent wasserfreies Ethanol. Diese Mischung wird auch als E30 bezeichnet. Premium-Benzin enthält grundsätzlich 25 Prozent Ethanol.
Das bedeutet: Auch wer an der Zapfsäule „gasolina comum“ bestellt, tankt kein reines Benzin. Für die brasilianische Fahrzeugflotte ist diese Mischung vorgesehen. Bei einem in Brasilien zugelassenen Mietwagen ist daher normalerweise die am Fahrzeug angegebene Benzinsorte maßgeblich.
Bei einem privat eingeführten Fahrzeug sollte vorab geprüft werden, ob der Hersteller die brasilianische Benzinmischung freigibt. Die Aussage, jedes ausländische Fahrzeug vertrage E30 problemlos, wäre zu pauschal.
Gasolina comum, aditivada oder premium?
Die Bezeichnungen werden gelegentlich verwechselt:
- Gasolina comum ist das reguläre Benzin.
- Gasolina aditivada basiert auf normalem oder hochwertigerem Benzin und enthält zusätzliche Reinigungs- beziehungsweise Pflegeadditive.
- Gasolina premium besitzt eine höhere Oktanzahl und ist für entsprechend ausgelegte Motoren gedacht.
Aditiviertes Benzin ist nicht automatisch Premium-Benzin. Für einen Mietwagen sollte die vom Vermieter oder Hersteller empfohlene Sorte verwendet werden.
Ethanol tanken: Nur für geeignete Flex-Fuel-Fahrzeuge

Brasilien gehört zu den weltweit bedeutendsten Produzenten und Nutzern von Ethanol-Kraftstoff. Das Ethanol wird traditionell vor allem aus Zuckerrohr gewonnen und an Tankstellen als „etanol hidratado“ verkauft.
Dieser Kraftstoff wird umgangssprachlich teilweise als E100 bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich nicht um vollkommen reines Ethanol, sondern um einen genormten Kraftstoff mit einem gewissen Wasseranteil.
Reines Ethanol an der Zapfsäule darf nur getankt werden, wenn das Fahrzeug dafür freigegeben ist. Bei brasilianischen Flex-Fuel-Fahrzeugen kann der Motor gewöhnlich mit Benzin, Ethanol oder einer beliebigen Mischung aus beiden betrieben werden.
Woran erkennt man ein Flex-Fuel-Fahrzeug?
Hinweise finden sich normalerweise:
- am Tankdeckel,
- im Fahrzeughandbuch,
- im Mietvertrag,
- an einer „Flex“-Kennzeichnung am Fahrzeug,
- in den Fahrzeugangaben des Vermieters.
Bestehen Zweifel, sollte man vor dem ersten Tankstopp bei der Mietwagenstation nachfragen. Dies ist sicherer, als sich allein auf die Farbe der Zapfpistole zu verlassen.
Lohnt sich Ethanol statt Benzin?
Ethanol ist in Brasilien häufig günstiger als Benzin, besitzt aber einen geringeren Energiegehalt. Dadurch verbraucht das Fahrzeug mit Ethanol in der Regel mehr Kraftstoff.
Als grobe Orientierung gilt: Ethanol kann wirtschaftlich interessant sein, wenn sein Literpreis deutlich unter dem Benzinpreis liegt. Häufig wird dafür eine Grenze von ungefähr 70 Prozent des Benzinpreises verwendet. Das tatsächliche Verhältnis hängt jedoch vom Fahrzeug, Motor, Fahrstil und Einsatzgebiet ab.
Für eine lange Fahrt durch dünn besiedelte Gebiete kann die größere Reichweite mit Benzin wichtiger sein als der niedrigere Literpreis von Ethanol.
Benötigen Flex-Fuel-Fahrzeuge einen zusätzlichen Benzintank?
Ältere Flex-Fuel-Fahrzeuge können einen kleinen zusätzlichen Benzinbehälter für den Kaltstart besitzen. Dieser wird in Brasilien als „reservatório de partida a frio“ bezeichnet.
Viele neuere Fahrzeuge kommen ohne diesen separaten Tank aus, weil sie den Kraftstoff zum Starten elektrisch erwärmen oder ein moderneres Einspritzsystem verwenden. Urlauber müssen den Zusatztank daher nicht grundsätzlich selbst befüllen. Im Zweifel gibt die Mietwagenstation Auskunft.
Brasilien exportiert Ethanol unter anderem in die USA . Während brasilianisches Ethanol traditionell vor allem aus Zuckerrohr hergestellt wird, spielt in den USA Mais als Ausgangsstoff eine größere Rolle.
Kraftstoffqualität und Auswahl der Tankstelle
Kraftstoffe unterliegen in Brasilien landesweiten Vorgaben und werden von der nationalen Erdöl-, Erdgas- und Biokraftstoffbehörde ANP überwacht. Die frühere pauschale Annahme, Kraftstoff außerhalb großer Städte habe grundsätzlich eine niedrigere Oktanzahl, ist daher nicht zutreffend.
Trotzdem können wie in anderen Ländern einzelne unseriöse oder nicht ordnungsgemäß arbeitende Tankstellen vorkommen. Reisende können das Risiko mit einigen einfachen Maßnahmen reduzieren:
- nach Möglichkeit gut besuchte und offiziell zugelassene Tankstellen nutzen,
- vor dem Tankvorgang die Kraftstoffsorte deutlich nennen,
- darauf achten, dass die Anzeige an der Zapfsäule bei null beginnt,
- nach dem Tanken eine Quittung verlangen,
- bei auffälligem Motorlauf nicht einfach weiterfahren,
- im Mietwagen keine nicht freigegebenen Zusätze verwenden.
Verbraucher dürfen bei Zweifeln an der Qualität bestimmte Kraftstofftests verlangen. Für Touristen ist vor allem die Quittung wichtig, da sie den Kauf an der betreffenden Tankstelle belegt.
Tankstellennetz und große Entfernungen
In Städten und entlang wichtiger Fernstraßen ist das Tankstellennetz normalerweise gut. In abgelegenen Teilen Brasiliens können zwischen zwei verlässlichen Tankmöglichkeiten jedoch große Entfernungen liegen.
Für längere Fahrten empfiehlt sich daher:
- Die Strecke vor der Abfahrt prüfen und Tankstopps einplanen.
- Nicht bis zur Reserveleuchte warten.
- Vor wenig besiedelten Abschnitten den Tank vollständig füllen.
- Öffnungszeiten ländlicher Tankstellen nicht ungeprüft voraussetzen.
- Eine Offline-Karte auf dem Smartphone speichern.
- Wasser, Ladekabel und eine Notfallreserve mitnehmen.
Ein Reservekanister darf nicht ohne Weiteres im Mietwagen transportiert werden. Maßgeblich sind die Vorschriften des Vermieters und die sichere Lagerung. In vielen Fällen ist frühzeitiges Nachtanken die bessere Lösung.
Bezahlen an brasilianischen Tankstellen
An vielen Tankstellen werden Bargeld, Debitkarten, Kreditkarten und das brasilianische Sofortzahlungssystem Pix akzeptiert. Ausländische Karten funktionieren jedoch nicht an jedem Terminal zuverlässig.
Für Reisende ist es sinnvoll:
- eine zweite Zahlungskarte mitzuführen,
- etwas Bargeld in brasilianischen Real bereitzuhalten,
- vor dem Tanken nach der Kartenakzeptanz zu fragen,
- den Betrag am Terminal vor der Bestätigung zu kontrollieren,
- die Quittung bis zum Ende der Reise aufzubewahren.
Teilweise unterscheiden sich die Preise je nach Zahlungsart. Die angezeigten Bedingungen sollten deshalb vor dem Tanken geprüft werden.
Brasilien mit dem Mietwagen erkunden

Brasilien ist mit rund 8,5 Millionen Quadratkilometern das größte Land Südamerikas. Die Hauptstadt ist Brasília, die Landeswährung der brasilianische Real. Das internationale Kfz-Kennzeichen lautet BR.
Ein Mietwagen kann für bestimmte Regionen praktisch sein. Entfernungen, Verkehr und Straßenqualität sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Während wichtige Autobahnen und Fernstraßen gut ausgebaut sein können, gibt es in ländlichen Gebieten Schlaglöcher, unbefestigte Abschnitte, schlechte Beleuchtung und während der Regenzeit aufgeweichte Wege.
Ein Geländewagen ist nicht automatisch erforderlich. Er kann bei abgelegenen oder unbefestigten Strecken sinnvoll sein, verursacht aber häufig höhere Miet- und Kraftstoffkosten. Zudem erlauben nicht alle Mietverträge Fahrten auf unbefestigten Straßen.
Mindestalter für einen Mietwagen
Für die Fahrzeugmiete gibt es keine einheitliche Altersregel, die bei allen Anbietern identisch ist. Mindestalter, erforderliche Fahrpraxis, Jungfahrergebühr und ein mögliches Höchstalter werden im Vertrag der jeweiligen Autovermietung festgelegt.
Häufig verlangen Vermieter:
- ein Mindestalter von 21 Jahren,
- eine seit einer bestimmten Zeit gültige Fahrerlaubnis,
- eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers,
- einen Reisepass oder ein anderes anerkanntes Ausweisdokument.
Auch wenn ein Anbieter jüngere Fahrer akzeptiert, kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. Die Bedingungen sollten bereits bei der Reservierung geprüft werden.
Welcher Führerschein wird benötigt?
Ausländische Fahrer dürfen in Brasilien bei einem vorübergehenden Aufenthalt grundsätzlich bis zu 180 Tage mit den vorgeschriebenen Dokumenten fahren, sofern ihre Fahrerlaubnis aufgrund internationaler Vereinbarungen anerkannt wird.
Reisende aus Deutschland sollten mitführen:
- den gültigen deutschen Führerschein,
- einen internationalen Führerschein,
- den Reisepass oder ein anerkanntes Ausweisdokument,
- einen Nachweis über das Einreisedatum.
Der internationale Führerschein ersetzt den nationalen Führerschein nicht. Beide Dokumente müssen zusammen mitgeführt werden. Zusätzlich kann die Autovermietung eigene Anforderungen stellen.
Sicher unterwegs: Straßen und Reiseplanung
Die Fahrweise und das Unfallrisiko können sich von Deutschland unterscheiden. Besonders bei Nacht sind schlecht beleuchtete Fahrzeuge, Fußgänger, Tiere, Schlaglöcher und unzureichend erkennbare Hindernisse mögliche Gefahren.
Für eine sichere Fahrt empfiehlt sich:
- lange Überlandfahrten möglichst bei Tageslicht durchführen,
- vorher den Straßenzustand und die Wetterlage prüfen,
- wenig befahrene Abkürzungen nicht ungeprüft nutzen,
- Fahrzeugtüren in Städten verriegelt halten,
- Wertsachen nicht sichtbar im Auto liegen lassen,
- nur auf bewachten oder gut frequentierten Plätzen parken,
- Hinweise des Hotels oder der Mietwagenstation zu örtlichen Risiken beachten.
In bestimmten Regionen können Nachtfahrten oder abgelegene Strecken ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen. Die aktuelle Sicherheitslage sollte deshalb vor Reisebeginn und während der Reise überprüft werden.
Wichtige Verkehrsregeln in Brasilien
In Brasilien gilt Rechtsverkehr. Das Lenkrad befindet sich bei gewöhnlichen Fahrzeugen auf der linken Seite. Für Fahrer und alle Passagiere besteht Anschnallpflicht.
Die ausgeschilderte Höchstgeschwindigkeit hat immer Vorrang. Wenn keine Geschwindigkeitsbeschilderung vorhanden ist, hängen die gesetzlichen Höchstwerte von der Art der Straße ab.
Höchstgeschwindigkeit ohne abweichende Beschilderung
- Städtische Schnellstraße: bis 80 km/h
- Städtische Hauptverkehrsstraße: bis 60 km/h
- Städtische Sammelstraße: bis 40 km/h
- Örtliche Straße: bis 30 km/h
- Autobahn beziehungsweise Fernstraße mit getrennten Fahrbahnen: bis 110 km/h für Pkw und Motorräder
- Fernstraße mit einer Fahrbahn: bis 100 km/h für Pkw und Motorräder
- Nicht asphaltierte Landstraße: bis 60 km/h
Behörden können durch Beschilderung niedrigere oder höhere Grenzwerte festlegen. Fahrer sollten sich deshalb nicht allein auf diese allgemeinen Werte verlassen.
Alkohol am Steuer
Brasilien verfolgt bei Alkohol am Steuer eine Null-Toleranz-Politik. Bereits geringe Mengen können zu erheblichen Konsequenzen führen. Wer fährt, sollte vollständig auf Alkohol verzichten.
Smartphone am Steuer
Das Benutzen oder Halten eines Mobiltelefons während der Fahrt ist verboten. Zur Navigation sollte das Smartphone vor der Abfahrt sicher befestigt und eingestellt werden. Änderungen an der Route sollten nur im stehenden Fahrzeug vorgenommen werden.
Maut und Free Flow
Auf zahlreichen brasilianischen Fernstraßen wird eine Maut erhoben. An klassischen Mautstationen können je nach Betreiber Bargeld, Karte oder ein elektronischer Transponder akzeptiert werden.
Zusätzlich wird das schrankenlose System „Free Flow“ schrittweise ausgebaut. Dabei erfassen Kameras und Sensoren das Kennzeichen, ohne dass das Fahrzeug an einer Mautstation anhält.
Ohne elektronische Maut-TAG muss die Gebühr anschließend über die offiziellen Kanäle des jeweiligen Straßenbetreibers bezahlt werden. Bei einem Mietwagen sollte man deshalb vor der Fahrt klären:
- ob das Fahrzeug eine aktive Maut-TAG besitzt,
- wie Mautgebühren abgerechnet werden,
- ob der Vermieter zusätzliche Verwaltungsgebühren berechnet,
- wie eine Free-Flow-Durchfahrt ohne TAG bezahlt wird.
Eine nicht bezahlte Free-Flow-Maut kann zusätzliche Kosten oder ein Bußgeld verursachen. Die Abrechnung sollte nicht bis zur Rückgabe des Mietwagens aufgeschoben werden.
Versicherung und Grenzübertritt mit dem Mietwagen
Der enthaltene Versicherungsschutz unterscheidet sich je nach Mietwagenvertrag. Haftungshöchstgrenzen, Selbstbeteiligung, Diebstahlschutz sowie Schäden an Reifen, Scheiben, Unterboden und Dach sollten vor der Übernahme geprüft werden.
Vor der Abfahrt sollte außerdem dokumentiert werden:
- welche Schäden bereits am Fahrzeug vorhanden sind,
- welcher Kraftstoff eingefüllt werden muss,
- wie voll der Tank bei der Rückgabe sein soll,
- welche Straßen mit dem Mietwagen befahren werden dürfen,
- wie bei einer Panne oder einem Unfall vorzugehen ist.
Eine Fahrt über die brasilianische Landesgrenze ist mit einem Mietwagen häufig nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung des Vermieters möglich. Zusätzlich können besondere Versicherungs- und Fahrzeugdokumente erforderlich sein. Eine allgemeine Hotline ersetzt diese Genehmigung nicht.
Häufige Fragen zum Tanken in Brasilien
Muss man in Brasilien selbst tanken?
Normalerweise nicht. An den meisten Tankstellen übernimmt ein Mitarbeiter das Betanken. Der Fahrer nennt Kraftstoffart und gewünschte Menge.
Wie bestellt man einen vollen Tank?
Mit „Completa, por favor“ bittet man den Tankwart, den Tank vollständig zu füllen. Die benötigte Kraftstoffsorte sollte zusätzlich genannt werden.
Darf ein Benzinauto Ethanol tanken?
Nur wenn es ausdrücklich als Flex-Fuel-Fahrzeug dafür freigegeben ist. Gewöhnliches brasilianisches Benzin enthält bereits Ethanol, der separat angebotene Ethanol-Kraftstoff darf aber nicht in jedes Benzinfahrzeug gefüllt werden.
Ist E30 dasselbe wie Ethanol an der Zapfsäule?
Nein. E30 bezeichnet normales Benzin mit 30 Prozent beigemischtem Ethanol. Der separat angebotene Kraftstoff „etanol hidratado“ besitzt einen wesentlich höheren Ethanolanteil und ist für geeignete Fahrzeuge bestimmt.
Kann man mit Kreditkarte bezahlen?
Viele Tankstellen akzeptieren Kredit- und Debitkarten. Eine ausländische Karte kann trotzdem abgelehnt werden. Deshalb sind eine zweite Karte und etwas Bargeld empfehlenswert.
Wie vermeidet man minderwertigen Kraftstoff?
Gut besuchte, offiziell zugelassene Tankstellen sind eine vernünftige Wahl. Kraftstoffsorte und Pumpenanzeige sollten kontrolliert und die Quittung aufbewahrt werden.
Sollte man außerhalb der Städte frühzeitig tanken?
Ja. Auf abgelegenen Strecken können die Entfernungen groß und Öffnungszeiten eingeschränkt sein. Vor langen Etappen sollte der Tank möglichst voll sein.
Fazit
Tanken in Brasilien ist unkompliziert, wenn man die brasilianischen Kraftstoffbezeichnungen kennt. Bei einem Mietwagen ist vor allem wichtig, ob er ausschließlich Benzin oder auch separat angebotenes Ethanol verträgt.
Gewöhnliches Benzin enthält inzwischen 30 Prozent Ethanol. Reinerer Ethanol-Kraftstoff gehört dagegen nur in geeignete Flex-Fuel-Fahrzeuge. Auf längeren Überlandstrecken sollte frühzeitig nachgetankt und die nächste verlässliche Tankmöglichkeit bereits vor der Abfahrt eingeplant werden.
Wer außerdem Führerscheindokumente, Mietbedingungen, Versicherungsschutz, Mautabrechnung und die aktuelle Sicherheitslage prüft, kann Brasilien deutlich entspannter mit dem Auto erkunden.
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Alle drei Bilder, Caption-Tags und vorhandenen Links wurden beibehalten. Aktualisiert wurden insbesondere E30 seit August 2025, ausländische Führerscheine, Tempolimits und das Free-Flow-Mautsystem. Geprüft anhand der brasilianischen Behördeninformationen zu [E30](https://www.gov.br/anp/pt-br/assuntos/producao-de-derivados-de-petroleo-e-processamento-de-gas-natural/producao-de-derivados-de-petroleo-e-processamento-de-gas-natural/gasolina), zum [Führerschein](https://www.gov.br/transportes/pt-br/assuntos/transito/conteudo-Senatran/carteira-internacional/) und zu [Free Flow](https://www.gov.br/antt/pt-br/free-flow).
Es ist Blödsinn, daß in Brasilien das Lenkrad in den Autos rechts ist!
8 bis 9 von 10 Autos haben das Lenkrad tatsächlich auch rechts. Selbst LKWs und Busse. Die Stadtbusse haben eine zusätzliche Tür hinter dem Fahrer damit man nicht auf der Straße aussteigen muss.
Sprit ist durchaus gut in Brasilien ! Junge du hast keine Ahnung ! Mit diesem Thema habe ich mich schon 20 Jahre beschäftigt ! Mit Glück bekommst du grad mal 86 Oktan, ausser in großen Städten Premium mit 95 Oktan, dafür sündhaft teuer und wie alle Sorten gepanscht. Voce falar de mais mas saber de nada
Danke für Ihr Feedback.
Hall weiss jemand ob ich Brasilien an den Tankstellen mit Kreditakrte bezahlen kann ?? MfG Pedro
klaro!! Bekommst sogar getankt und brauchst nicht aus dem Auto aussteigen ;)
Es ist und bleibt Blödsinn und wird auch nicht durch Wiederholung sinnvoller!
Bei meinen 15 Besuchen in Brasilien und rd. 25.000 gefahrenen Kilometern in Brasilien mit 5 verschiedenen Fahrzeugen sollte ich einen einigermaßenen Überblick haben, zumindest was die Bundesstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo angeht. Hinzu kommen über 100 Taxifahrten.
E25 als besonderen Biosprit zu bezeichnen, ist ebenso Blödsinn. Es gibt keinen anderen Sprit mit weniger Ethanolanteil, eherim Gegenteil. Der Ethanolanteil im Kraftstoff wird ständig neu im jeweiligen Jahressteuergesetz festgelegt und liegt zwischen 25 und 30 Prozent.
Für E25 ist kein Flex-Fuel-Fahrzeug erforderlich, kein anderer Zylinderkopf, keine andere Software, keine andere Kraftstoffanlage, nichts! Es sind (bei Importfahrzeugen) die exakt gleichen und gleich ausgestatteten Fahrzeuge, wie sie auch in der EU, in Nordamerika (außer Beleuchtung und Scheibenwischer), Japan oder sonst wo auf der Welt rollen; die gleichen Fahrzeuge, die in den USA mit E10 oder E15 fahren und um die hier ein Theater wg. E10 gemacht wird. Die Oktanzahlen (nach amerikanischer Norm, also (ROZ+MOZ)÷2, sind auf den Webseiten der jeweiligen Tankstellenketten (Petrobras, Ipíranga, etc.) angegeben. Nicht additiviertes Benzin gibt es seit ca. 2014 nicht mehr. Manche Tankstellen panschen fürchterlich, so daß bei einem (Chevrolet) Corsa schon mal 28 l auf 100 km Stadtverkehr durchlaufen können, andere panschen weniger. Manche Tankstellen panschen Benzin, haben aber gutes E100, andere haben gutes Benzin aber gestreckten Alkohol. Ausprobieren und fragen hilft.
"Biosprit" ist E100! Nicht E85, wie hier, sondern E100! Dafür ist tatsächlich ein "Flex-Fuel-Fahrzeug" erforderlich. Dieses hat IMMER ein "reservatório" (Zusatztank) für additiviertes Benzin für wenige Liter Benzin im Motorraum. Auch mit moderner Technik läßt sich nicht die Natur überlisten. Reiner Alkohol hat bei niedrigeren Temperaturen einen Dampfdruck, der bei 1/16 von Benzin liegt. Das kann man auch mit Gemischanreicherung nicht mehr ausgleichen. Deshalb starten FFVs bei hohem Ethanolgehalt und niedrigeren Temperaturen auf Benzin aus dem "reservatório". An den Tankstellen sind Schaugläser und Thermometer. Dort wird angezeigt, unterhalb welcher Temperatur man nicht mehr mit E100 fahren kann/sollte.
E100 (vorausgesetzt: nicht gepanscht) ist eine tolle Sache. Die Abgase riechen fast überhaupt nicht. Wenn sie überhaupt riechen, dann leicht nach einem Spirituskocher/Warmhalter aus der Gastronomie. Der Motor hat bei niedrigen Drehzahlen wesentlich mehr Drehmoment, der Motor ist auf Grund der weit über 100 Oktan wesentlich leiser, man muß weniger Gas geben und ein Automatikwagen läuft mit 300 U/min. niedriger! Habe ich mehrfach ausprobiert und zwischen gutem Benzin und E100 gewechselt.
"Versicherung sollte abgedeckt sein." Was kann ein Leser mit dieser Aussage anfangen? Nichts! Die Mindestpflichtversicherung liegt in Brasilien bei einer Deckungshöchstgrenze von sehr wenigen Tausend Euro, auch bei Personenschäden. Es gibt Mietwagenfirmen, die haben nur diese Deckung. Diebstahl, Einbruch, Vandalismus, höhere Schaden zahlt der ahnungslose Tourist aus der Tasche.
Angegebene Höchstgeschwindigkeit kann ich so, zumindest für den Bundesstaat Rio de Janeiro, nicht bestätigen. Ich kenne nur Autobahnen mit 100 km/h. Die Promillegrenze liegt in Brasilien seit einigen Jahren übrigens bei 0,0!!!
Danke für die aktuellen Informationen.
Dann wird es Zeit, die Informationen zu aktualisieren. Ein Besuch in Brasilien wäre auch sinnvoll. Ich bin Brasilianerin und das erste auto mit Lenkrad rechts habe ich in England gesehen.
Danke für den Hinweis