Tanken in Brasilien

Tanken in Brasilien

Was man beim Tanken in Brasilien beachten sollte. Hier ein Ausblick vom bekannten Zuckerhut.

Was man beim Tanken in Brasilien beachten sollte. Hier ein Ausblick vom bekannten Zuckerhut.

Das Land mit dem Auto zu bereisen lohnt sich. Man sollte jedoch einige Dinge beim Tanken und bezüglich der Verkehrsregeln beachten. Die Qualität des Kraftstoffes ist in den großen Städten durchaus gut, jedoch nicht überall. Außerhalb der großen ist hat der Treibstoff häufig weniger Oktan oder kann gepantscht sein. Man sollte daher rechtzeitig volltanken, denn das Tankstellennetz ist über das ganze Land verteilt und die Entfernungen zwischen einzelnen Tankstellen können mit unter sehr groß sein. So kann man einige hundert Kilometer unterwegs sein bis man an die nächste Tankstelle gelangt.

Sollte sich eine Möglichkeit zum Nachtanken bieten sollte man sie nutzen, auch wenn der Tank noch nicht leer ist.

Die Landeshauptstadt ist Brasilia, die Landeseinwohnerzahl beträgt 208 Millionen und die Landesfläche 8,5 Millionen qkm. Das internationale KFZ-Kennzeichen von Brasilien lautet BR. Als Landeswährung dient der Real (BRL).

Unter den Touristen sind die großen Städte wie Rio de Janeiro oder São Paulo sehr beliebt. Aber auch außerhalb gibt es viel zu entdecken. So bietet sich Brasilien auch für Aktiv- und Abenteuerurlaub an. Gerade ein Mietwagen hilft hier das Land auf eigene Faust zu erkunden.

Das Mindestalter zum Ausleihen eines Fahrzeuges liegt hier bei 21 oder 23 Jahren. Das maximale Alter liegt hier bei 75 Jahren. Auch ein internationaler Führerschein ist erforderlich. Schon vor Reiseantritt kann man den Mietwagen noch von Deutschland aus reservieren lassen per Internet.

Die Straßen in Brasilien unterscheiden sich stark. So gibt es wenige Autobahnen, die sich allerdings in einem sehr guten Zustand befinden. An anderen Stellen muss man jedoch vermehrt mit Schlaglöchern rechnen. Für längere Reisen sollte man daher Routen wählen, die gute Strassen umfassen. Auch ein Geländewagen ist hier von Vorteil.

Nicht nur große Städte wie Rio de Janeiro sind sehenswert für Touristen.

Nicht nur große Städte wie Rio de Janeiro sind sehenswert für Touristen.

Man sollte vorsichtig beim Strassenverkehr sein und auch mit möglichen Überfällen rechnen. So sollten die Türen sicherheitshalber stets verriegelt sein und nur Routen gewählt werden die gut frequentiert sind.

Hier können Einheimische wie Hotelmitarbeiter wertvolle Reisetipps teilen. Gerade wenig befahrene Strassen sollte man als Tourist meiden.

Wer Südamerika mit dem Auto bereist sollte jeder Zeit auch mit Schlaglöchern, aufgeweichten Feldwegen etc. rechnen.

Häufig halten sich die Verkehrsteilnehmer auch nicht genau an die Verkehrsregeln. Man sollte als immer bremsbereit sein und den Einheimischen ggf. die Vorfahrt gewähren.

Brasilien ist flächenmäßig und von der Bevölkerungszahl her das größte Land in Südamerika.

Sprit aus Ethanol

Die Landkarte und Flagge Brasiliens.

Die Landkarte und Flagge Brasiliens kombiniert in einem.

In Brasilien ist der Alkohlosprit aus Zuckerrohr häufig gut 20 bis 50 % billiger als Benzin, abhängig von der Ernte und Region. So gibt es Biosprit-Zapfsäulen mit E25 und nicht nur wie in Deutschland mit E10. Der Ethanol ist hier zu Lande von der Politik, dem Verbraucher und der Industrie gewollt. Dem Benzin sind so 25 % Ethanol beigemischt (E25). Schon seit den 1970er Jahren findet man den Biosprit aus Zuckerrohr an der Tankstelle.

Zuckerrohr landet somit nicht nur im nationalen Schnaps Cachaca, sondern auch im Tank. Gut 90% der Autos tanken den Mix aus Ethanol und Benzin und sind durch „Flex Fuel“-Motoren auch für diesen von Werk ab gerüstet. Aber auch andere Importfahrzeuge ohne „Flex Fuel“ – Motor vertragen den E25 Sprit gut.

Der Biosprit wird E100 genannt und für diesen ist ein „Flex-Fuel Motor“ zwingend erforderlich. Diese haben auch einen „reservatório“ (Zusatztank) für additiviertes Benzin für einige Liter Benzin, um bei niedrigen Temperaturen den Motorstart des Fahrzeuges zu ermöglichen.

In Brasilien kann es morgens sehr kühl sei, so mussten ältere Autos einen zusätzlichen 5 Liter Tank für normales Benzin haben für den Kaltstart. Dank der Flex-Fuel-Motoren ist dieses nicht nötig. Sensoren können hier das Mischungsverhältnis von Ethanol und Benzin selbst ermitteln und laufen problemlos mit ihm.

In Brasilien ist São Paulo die ausschlaggebende Region für Zuckerrohr-Anbau. Von hier stammen 50 % der Zuckerrohrernte und 60 % des Ethanols. Im Jahr werden gut 27 Milliarden Liter Ethanol produziert und 10 % in die USA exportiert. In den USA wird Ethanol vor allem aus Mais gewonnen.

Verkehrsregeln

In Brasilien findet man gut 200.000 asphaltierte Kilometer Straßennetz. Es herrscht Anschnallpflicht für alle Insassen des Fahrzeuges.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt:

  • Innerorts 50 km/h
  • Außerorts auf Landstraßen 80 km/h
  • Auf Autobahnen 100 km/h

Die Promillegrenze liegt bei 0,0.

Man fährt auf der rechten Straßenseite, aber auch das Lenkrad befindet sich rechts. Telefonieren ist nur mit Freisprechanlage erlaubt.

An mautpflichtigen Strassen zahlt man meist bar, aber auch die Kreditkarte wird mitunter akzeptiert.

Für das Parken sollte man bedenken, dass Autos gern aufgebrochen werden. Man sollte daher den Mietwagen nur an öffentlichen Parkplätzen wie des Hotels, Einkaufszentrums etc. parken. Auch das Nutzen von Wachservices ist vorteilhaft.

Der Mietwagen ist in der Regel versichert mit einer Haftpflichtversicherung und einer Feuerschutzversicherung. Auch Unfall und Diebstahl sind hier abgedeckt sollten aber bei der Anmietung genau abgeklärt werden aufgrund geringer Haftungssummen.

Möchte man mit dem Mietwagen die Landesgrenze überqueren sollte man die kostenlose Hotline 0800 723 9478 kontaktieren und sich informieren.

8 Replies to “Tanken in Brasilien”

    1. 8 bis 9 von 10 Autos haben das Lenkrad tatsächlich auch rechts. Selbst LKWs und Busse. Die Stadtbusse haben eine zusätzliche Tür hinter dem Fahrer damit man nicht auf der Straße aussteigen muss.

      1. Es ist und bleibt Blödsinn und wird auch nicht durch Wiederholung sinnvoller!

        Bei meinen 15 Besuchen in Brasilien und rd. 25.000 gefahrenen Kilometern in Brasilien mit 5 verschiedenen Fahrzeugen sollte ich einen einigermaßenen Überblick haben, zumindest was die Bundesstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo angeht. Hinzu kommen über 100 Taxifahrten.

        E25 als besonderen Biosprit zu bezeichnen, ist ebenso Blödsinn. Es gibt keinen anderen Sprit mit weniger Ethanolanteil, eherim Gegenteil. Der Ethanolanteil im Kraftstoff wird ständig neu im jeweiligen Jahressteuergesetz festgelegt und liegt zwischen 25 und 30 Prozent.

        Für E25 ist kein Flex-Fuel-Fahrzeug erforderlich, kein anderer Zylinderkopf, keine andere Software, keine andere Kraftstoffanlage, nichts! Es sind (bei Importfahrzeugen) die exakt gleichen und gleich ausgestatteten Fahrzeuge, wie sie auch in der EU, in Nordamerika (außer Beleuchtung und Scheibenwischer), Japan oder sonst wo auf der Welt rollen; die gleichen Fahrzeuge, die in den USA mit E10 oder E15 fahren und um die hier ein Theater wg. E10 gemacht wird. Die Oktanzahlen (nach amerikanischer Norm, also (ROZ+MOZ)÷2, sind auf den Webseiten der jeweiligen Tankstellenketten (Petrobras, Ipíranga, etc.) angegeben. Nicht additiviertes Benzin gibt es seit ca. 2014 nicht mehr. Manche Tankstellen panschen fürchterlich, so daß bei einem (Chevrolet) Corsa schon mal 28 l auf 100 km Stadtverkehr durchlaufen können, andere panschen weniger. Manche Tankstellen panschen Benzin, haben aber gutes E100, andere haben gutes Benzin aber gestreckten Alkohol. Ausprobieren und fragen hilft.

        „Biosprit“ ist E100! Nicht E85, wie hier, sondern E100! Dafür ist tatsächlich ein „Flex-Fuel-Fahrzeug“ erforderlich. Dieses hat IMMER ein „reservatório“ (Zusatztank) für additiviertes Benzin für wenige Liter Benzin im Motorraum. Auch mit moderner Technik läßt sich nicht die Natur überlisten. Reiner Alkohol hat bei niedrigeren Temperaturen einen Dampfdruck, der bei 1/16 von Benzin liegt. Das kann man auch mit Gemischanreicherung nicht mehr ausgleichen. Deshalb starten FFVs bei hohem Ethanolgehalt und niedrigeren Temperaturen auf Benzin aus dem „reservatório“. An den Tankstellen sind Schaugläser und Thermometer. Dort wird angezeigt, unterhalb welcher Temperatur man nicht mehr mit E100 fahren kann/sollte.

        E100 (vorausgesetzt: nicht gepanscht) ist eine tolle Sache. Die Abgase riechen fast überhaupt nicht. Wenn sie überhaupt riechen, dann leicht nach einem Spirituskocher/Warmhalter aus der Gastronomie. Der Motor hat bei niedrigen Drehzahlen wesentlich mehr Drehmoment, der Motor ist auf Grund der weit über 100 Oktan wesentlich leiser, man muß weniger Gas geben und ein Automatikwagen läuft mit 300 U/min. niedriger! Habe ich mehrfach ausprobiert und zwischen gutem Benzin und E100 gewechselt.

        „Versicherung sollte abgedeckt sein.“ Was kann ein Leser mit dieser Aussage anfangen? Nichts! Die Mindestpflichtversicherung liegt in Brasilien bei einer Deckungshöchstgrenze von sehr wenigen Tausend Euro, auch bei Personenschäden. Es gibt Mietwagenfirmen, die haben nur diese Deckung. Diebstahl, Einbruch, Vandalismus, höhere Schaden zahlt der ahnungslose Tourist aus der Tasche.

        Angegebene Höchstgeschwindigkeit kann ich so, zumindest für den Bundesstaat Rio de Janeiro, nicht bestätigen. Ich kenne nur Autobahnen mit 100 km/h. Die Promillegrenze liegt in Brasilien seit einigen Jahren übrigens bei 0,0!!!

  1. Sprit ist durchaus gut in Brasilien ! Junge du hast keine Ahnung ! Mit diesem Thema habe ich mich schon 20 Jahre beschäftigt ! Mit Glück bekommst du grad mal 86 Oktan, ausser in großen Städten Premium mit 95 Oktan, dafür sündhaft teuer und wie alle Sorten gepanscht. Voce falar de mais mas saber de nada

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