Wer mit dem Auto in die Schweiz fährt, sollte sich vor der Reise über Kraftstoffbezeichnungen, Zahlungsmöglichkeiten, Autobahnvignette und Verkehrsregeln informieren. Das Tanken in der Schweiz ist grundsätzlich unkompliziert. Das Tankstellennetz ist dicht und internationale Kredit- und Debitkarten werden fast überall akzeptiert.
Besonders häufig wird die Schweiz als Transitland auf dem Weg nach Italien genutzt. Wichtige Nord-Süd-Verbindungen führen über den Gotthard, den San Bernardino oder den Simplon. Während der Ferienzeiten können vor Tunneln und Grenzübergängen lange Wartezeiten entstehen.
Die Landeswährung ist der Schweizer Franken mit der Abkürzung CHF. Euro werden in touristischen Regionen und an manchen Tankstellen angenommen. Die Zahlung in Euro ist jedoch häufig mit einem ungünstigeren Umrechnungskurs verbunden. Deshalb ist die Zahlung in Schweizer Franken oder per Karte meist sinnvoller.
Tanken in der Schweiz auf einen Blick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Landeswährung | Schweizer Franken, CHF |
| Superbenzin mit 95 Oktan | Bleifrei 95, Sans plomb 95, Senza piombo 95 |
| Super Plus mit 98 Oktan | Bleifrei 98, Sans plomb 98, Senza piombo 98 |
| Diesel | Diesel, Gazole oder Gasolio |
| Autogas | LPG oder Autogas |
| Zahlung | Schweizer Franken, Kreditkarte, Debitkarte |
| Autobahnvignette | 40 Schweizer Franken |
| Vignettenarten | Klebevignette oder E-Vignette |
| Promillegrenze | 0,5 Promille |
| Lichtpflicht | Ganzjährig auch am Tag |
| Höchstgeschwindigkeit innerorts | 50 km/h, häufig auch 30 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit außerorts | 80 km/h |
| Autostrasse | 100 km/h |
| Autobahn | 120 km/h |
| Polizei | 117 |
| Feuerwehr | 118 |
| Rettungsdienst | 144 |
| Europäischer Notruf | 112 |
Wie heißt eine Tankstelle in der Schweiz?
Die Schweiz besitzt vier Landessprachen. Abhängig von der Region werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet:
| Sprache | Bezeichnung für Tankstelle |
|---|---|
| Deutsch | Tankstelle |
| Französisch | Station-service |
| Italienisch | Stazione di servizio oder distributore |
| Rätoromanisch | Regionale Bezeichnungen |
Auf Autobahnschildern und Navigationsgeräten wird häufig ein Zapfsäulensymbol verwendet, sodass die nächste Tankmöglichkeit unabhängig von der Sprache erkennbar ist.
Welche Kraftstoffsorten gibt es?
An Schweizer Tankstellen werden im Wesentlichen dieselben Kraftstoffe wie in Deutschland angeboten.
- Bleifrei 95: Benzin mit 95 Oktan
- Bleifrei 98: Benzin mit 98 Oktan
- Diesel: Dieselkraftstoff für Pkw
- Premium-Benzin: je nach Anbieter mit 98 oder mehr Oktan
- Premium-Diesel: Diesel mit zusätzlichen Reinigungs- oder Leistungsadditiven
- LPG: Autogas
- CNG: komprimiertes Erdgas
- HVO: paraffinischer Dieselkraftstoff an ausgewählten Stationen
- AdBlue: Zusatz für Dieselfahrzeuge mit SCR-Abgasreinigung
Wie heißt Super 95 in der Schweiz?
In der deutschsprachigen Schweiz wird Benzin mit 95 Oktan meist als Bleifrei 95 oder Super 95 bezeichnet.
In den anderen Sprachregionen sind folgende Begriffe üblich:
- Sans plomb 95 in der französischsprachigen Schweiz,
- Senza piombo 95 oder Benzina verde in der italienischsprachigen Schweiz.
Die Zahl 95 bezeichnet die Oktanzahl. Zusätzlich sollte auf das runde europäische Symbol E5 oder E10 geachtet werden.
Wie heißt Super Plus?
Super Plus mit 98 Oktan wird angeboten als:
- Bleifrei 98,
- Super Plus 98,
- Sans plomb 98,
- Senza piombo 98.
Ein Fahrzeug, das laut Hersteller für 95 Oktan zugelassen ist, benötigt nicht automatisch den teureren Kraftstoff mit 98 Oktan.
Wie heißt Diesel?
Diesel wird abhängig von der Sprachregion bezeichnet als:
- Diesel,
- Gazole,
- Gasolio,
- Carburante Diesel.
Normaler Pkw-Diesel trägt üblicherweise das quadratische europäische Symbol B7.
E5 und E10 in der Schweiz
Auch in der Schweiz werden die europaweit einheitlichen Kraftstoffsymbole verwendet:
- E5: Benzin mit bis zu fünf Prozent Ethanol,
- E10: Benzin mit bis zu zehn Prozent Ethanol,
- B7: Diesel mit bis zu sieben Prozent Biodiesel.
Ob ein Fahrzeug E10 verträgt, steht in der Bedienungsanleitung, am Tankdeckel oder in der Freigabe des Fahrzeugherstellers.
Nicht nach der Farbe der Zapfpistole tanken
Die Farben der Zapfpistolen sind nicht bei allen Anbietern identisch. Eine grüne, schwarze oder gelbe Zapfpistole kann je nach Tankstellenkette eine andere Kraftstoffart enthalten.
Vor dem Tanken sollten deshalb immer geprüft werden:
- Kraftstoffbezeichnung,
- Oktanzahl,
- E5-, E10- oder B7-Symbol,
- Hinweis am Tankdeckel.
Autogas in der Schweiz
Autogas ist in der Schweiz erhältlich, das LPG-Tankstellennetz ist jedoch deutlich kleiner als das Netz für Benzin und Diesel.
Fahrer eines Autogasfahrzeugs sollten geeignete Stationen vor einer längeren Fahrt suchen. Besonders in Bergregionen und abgelegenen Tälern können größere Abstände bestehen.
Welcher LPG-Adapter wird benötigt?
In der Schweiz wird häufig der sogenannte Dish-Adapter verwendet. Da einzelne Stationen abweichende Anschlüsse besitzen können, ist ein vollständiges europäisches Adapterset sinnvoll.
CNG und Erdgas
CNG wird an ausgewählten Tankstellen angeboten. Das Netz ist jedoch kleiner geworden und sollte nicht ohne vorherige Routenplanung vorausgesetzt werden.
Bei einem Erdgasfahrzeug sollte vor der Abfahrt geprüft werden:
- welche CNG-Stationen tatsächlich geöffnet sind,
- ob der Verkauf rund um die Uhr möglich ist,
- welcher Anschluss genutzt wird,
- ob die Karte am Automaten akzeptiert wird.
Wie funktioniert das Tanken?
Die meisten Schweizer Tankstellen arbeiten mit Selbstbedienung. Ein typischer Tankvorgang läuft wie folgt ab:
- Fahrzeug an der passenden Zapfsäule abstellen.
- Motor und Zündung ausschalten.
- Kraftstoffbezeichnung kontrollieren.
- Tankvorgang starten.
- An der Kasse oder am Automaten bezahlen.
- Beleg kontrollieren.
Bei Automatentankstellen kann eine Freigabe der Zapfsäule durch Vorautorisierung der Bankkarte erforderlich sein.
Vorautorisierung an Tankautomaten
An unbesetzten Tankstellen wird häufig zunächst ein höherer Betrag auf der Karte reserviert. Der Automat weiß vor dem Tankvorgang noch nicht, wie viel Kraftstoff gekauft wird.
Nach Abschluss wird nur der tatsächliche Tankbetrag abgerechnet. Die restliche Reservierung wird von der Bank wieder freigegeben.
Die Freigabe kann abhängig von der Bank einige Stunden oder mehrere Tage dauern.
Welche Karten werden akzeptiert?
In der Regel werden akzeptiert:
- Visa,
- Mastercard,
- internationale Debitkarten,
- kontaktlose Karten,
- Smartphones und Smartwatches,
- Tankkarten.
Eine deutsche Girocard funktioniert nur, wenn sie zusätzlich ein international akzeptiertes Bezahlsystem wie Visa Debit oder Debit Mastercard besitzt.
Mit Euro oder Franken bezahlen?
Die offizielle Landeswährung ist der Schweizer Franken. Euro werden zwar teilweise angenommen, jedoch nicht überall und häufig zu einem ungünstigen Umrechnungskurs.
Bei Barzahlung in Euro wird Rückgeld oft in Schweizer Franken ausgegeben.
Am zuverlässigsten sind:
- Zahlung in Schweizer Franken,
- Kartenzahlung in CHF.
In CHF oder Euro abrechnen lassen?
Ein Kartenterminal kann anbieten, den Betrag sofort in Euro umzurechnen. Diese dynamische Währungsumrechnung ist häufig teurer als die Abrechnung in der Landeswährung.
In der Regel sollte deshalb CHF ausgewählt werden. Die eigene Bank übernimmt anschließend die Umrechnung.
Sind Kraftstoffe in der Schweiz teuer?
Die Preise können abhängig von Wechselkurs, Region, Tankstellenkette und Autobahnnähe erheblich schwanken.
Besonders teuer können sein:
- Autobahnraststätten,
- Stationen in touristischen Hochlagen,
- Tankstellen direkt vor wichtigen Pässen,
- Stationen mit wenig Wettbewerb.
Eine pauschale Aussage, Kraftstoff sei in der Schweiz stets teurer oder günstiger als in Deutschland, ist nicht dauerhaft möglich.
Günstiger tanken
Folgende Maßnahmen können die Kosten senken:
- Preise abseits der Autobahn vergleichen.
- Nicht erst direkt vor dem Gotthardtunnel tanken.
- In CHF statt Euro bezahlen.
- Dynamische Währungsumrechnung ablehnen.
- Reifendruck kontrollieren.
- Vorausschauend und gleichmäßig fahren.
- Unnötige Dachboxen und Fahrradträger entfernen.
Tankstellennetz
Das Schweizer Tankstellennetz ist grundsätzlich dicht. In Städten, an Autobahnen und auf Hauptverkehrsachsen gibt es zahlreiche Stationen.
Größere Abstände können jedoch vorkommen:
- in abgelegenen Alpentälern,
- auf Bergpässen,
- in dünn besiedelten Regionen,
- nachts bei kleinen Tankstellen,
- während saisonaler Passsperrungen.
Autobahnvignette in der Schweiz

Für die Nutzung der abgabepflichtigen Schweizer Autobahnen und Autostrassen benötigen Motorfahrzeuge und Anhänger bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen eine Vignette.
Die Vignette kostet:
40 Schweizer Franken
Es gibt keine Wochen-, Monats- oder Zehntagesvignette.
Welche Vignetten gibt es?
Es stehen zwei Varianten zur Verfügung:
- Klebevignette: Sie wird an der Windschutzscheibe befestigt und ist an das Fahrzeug gebunden.
- E-Vignette: Sie wird elektronisch mit dem Kennzeichen verknüpft.
Beide Varianten kosten gleich viel und besitzen denselben Gültigkeitszeitraum.
Seit wann gibt es die E-Vignette?
Die elektronische Autobahnvignette ist seit dem 1. August 2023 erhältlich.
Sie ersetzt die Klebevignette nicht. Beide Varianten werden parallel angeboten.
Wie lange ist die Vignette gültig?
Die Vignette gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des darauffolgenden Jahres.
Die Vignette 2026 gilt somit:
vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027
Die Gültigkeit beträgt damit insgesamt 14 Monate.
Gibt es eine Kurzzeitvignette?
Nein. Auch für eine einzelne Durchfahrt durch die Schweiz muss die volle Jahresvignette erworben werden, wenn eine vignettenpflichtige Autobahn oder Autostrasse genutzt wird.
Wo kann man die Klebevignette kaufen?
Die Klebevignette ist unter anderem erhältlich:
- an Schweizer Tankstellen,
- bei Poststellen,
- an Zollstellen,
- bei Verkaufsstellen vor der Grenze,
- bei Automobilclubs,
- über ausgewählte Onlineanbieter.
Wo kann man die E-Vignette kaufen?
Die E-Vignette wird über das offizielle Via-Portal des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit verkauft.
Beim Kauf werden angegeben:
- Fahrzeugkategorie,
- Zulassungsland,
- Kennzeichen.
Eine Registrierung mit Benutzerkonto ist für den normalen Kauf nicht zwingend erforderlich.
Vorsicht vor gefälschten Vignettenseiten
Im Internet existieren Seiten, die hohe Vermittlungsgebühren verlangen oder gefälschte Zahlungsaufforderungen versenden.
Die E-Vignette sollte nur über den offiziellen Vertrieb des Schweizer Bundes gekauft werden.
Klebevignette richtig anbringen
Bei einem Pkw wird die Klebevignette von innen direkt an der Windschutzscheibe befestigt.
Geeignete Stellen sind:
- hinter dem Innenspiegel,
- am linken Rand der Windschutzscheibe,
- an einer Stelle, die das Sichtfeld nicht beeinträchtigt.
Die Vignette darf nicht:
- mit Klebeband befestigt werden,
- auf einer Folie angebracht werden,
- lose mitgeführt werden,
- auf ein anderes Fahrzeug übertragen werden.
Vignette für Anhänger
Ein Anhänger bis 3,5 Tonnen benötigt eine eigene Vignette, wenn er auf einer vignettenpflichtigen Strecke gezogen wird.
Bei einem Gespann werden somit benötigt:
- eine Vignette für das Zugfahrzeug,
- eine weitere Vignette für den Anhänger oder Wohnwagen.
E-Vignette für Anhänger
Bei der elektronischen Variante wird für den Anhänger eine eigene E-Vignette mit dessen Kennzeichen gekauft.
Ein leichter Anhänger ohne eigenes amtliches Kennzeichen wird nach den jeweils vorgesehenen Angaben registriert. Die aktuellen Vorgaben sollten beim Kauf geprüft werden.
Was kostet Fahren ohne Vignette?
Wer eine vignettenpflichtige Strecke ohne gültige Vignette nutzt, muss mit einer Busse von 200 Schweizer Franken rechnen.
Zusätzlich muss die Vignette für 40 Franken gekauft werden.
Ist die Vignette für alle Straßen nötig?
Nein. Die Vignette gilt für entsprechend gekennzeichnete Nationalstrassen, Autobahnen und Autostrassen.
Landstraßen und innerörtliche Straßen können grundsätzlich ohne Autobahnvignette genutzt werden.
Eine Umfahrung über Landstraßen kann jedoch erheblich länger dauern und durch enge Ortsdurchfahrten führen.
Zusätzliche Mautstrecken
Einige besondere Tunnel, Autoverladestrecken oder private Verkehrswege können zusätzlich kostenpflichtig sein. Die Autobahnvignette deckt nicht automatisch jede Fähre, jeden Autoverlad oder jede private Bergstraße ab.
Schwerverkehrsabgabe über 3,5 Tonnen
Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen unterliegen nicht dem gewöhnlichen Vignettensystem, sondern einer Schwerverkehrsabgabe.
Unterschieden werden:
- LSVA: leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe,
- PSVA: pauschale Schwerverkehrsabgabe.
LSVA für schwere Transportfahrzeuge
Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe richtet sich insbesondere nach:
- zulässigem Gesamtgewicht,
- Emissionsklasse,
- in der Schweiz gefahrenen Kilometern.
Sie betrifft vor allem schwere Transportfahrzeuge und entsprechende Anhänger.
PSVA für Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Schwere Wohnmobile und bestimmte Reisebusse zahlen eine pauschale Schwerverkehrsabgabe.
Für im Ausland zugelassene Fahrzeuge kann die PSVA online über das offizielle Via-Portal bezahlt werden.
Die Abgabe gilt nicht nur für gewerblich genutzte Fahrzeuge. Auch privat genutzte schwere Wohnmobile können abgabepflichtig sein.
Tempolimits in der Schweiz
Für gewöhnliche Pkw gelten grundsätzlich folgende Höchstgeschwindigkeiten, sofern Verkehrszeichen nichts anderes anordnen:
| Straßenart | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|
| Begegnungszone | 20 km/h |
| Tempo-30-Zone | 30 km/h |
| Innerhalb geschlossener Ortschaften | 50 km/h |
| Außerhalb geschlossener Ortschaften | 80 km/h |
| Autostrasse | 100 km/h |
| Autobahn | 120 km/h |
Die Beschilderung hat immer Vorrang. Auf vielen Strecken gelten niedrigere Limits.
Was ist eine Autostrasse?
Eine Autostrasse ist eine ausschließlich für geeignete Motorfahrzeuge vorgesehene Straße. Sie wird mit einem grünen Schild gekennzeichnet.
Die allgemeine Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h, sofern kein anderes Limit ausgeschildert ist.
Tempolimit im Tunnel
Es gibt kein allgemeines einheitliches Tempolimit für alle Schweizer Tunnel. Entscheidend ist die jeweilige Beschilderung.
In vielen Autobahntunneln gelten 80 oder 100 km/h. Das im alten Beitrag genannte pauschale Tunnel-Limit von 80 km/h war deshalb zu allgemein.
Geschwindigkeit mit Anhänger
Für Personenwagen mit Anhänger kann auf Autobahnen und Autostrassen unter bestimmten Voraussetzungen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gelten.
Entscheidend sind:
- Zulassung des Anhängers,
- Reifenfreigabe,
- technische Höchstgeschwindigkeit,
- Gesamtgewicht,
- Beschilderung.
Geschwindigkeit mit Wohnmobil
Die zulässige Geschwindigkeit hängt von Gewicht und Fahrzeugkategorie ab.
Ein leichtes Wohnmobil bis 3,5 Tonnen wird häufig wie ein Personenwagen behandelt. Für schwerere Wohnmobile können geringere Geschwindigkeiten gelten.
Geschwindigkeitskontrollen
In der Schweiz gibt es:
- stationäre Blitzer,
- mobile Kontrollen,
- Abschnittskontrollen,
- Rotlichtkameras,
- Kontrollen in Baustellen und Tunneln.
Die Höchstgeschwindigkeit sollte genau eingehalten werden. Bereits kleinere Überschreitungen können geahndet werden.
Wann gilt man als Raser?
Als besonders schwerwiegendes Raserdelikt gelten mindestens folgende Überschreitungen:
- 40 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit bis 30 km/h,
- 50 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit bis 50 km/h,
- 60 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit bis 80 km/h,
- 80 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h.
Die verkürzte alte Darstellung nur nach innerorts, außerorts und Autobahn war unvollständig, weil auch die konkrete zulässige Geschwindigkeit berücksichtigt wird.
Folgen eines Raserdelikts
Bei einem Raserdelikt drohen unter anderem:
- Strafverfahren,
- hohe Geldstrafe,
- Führerausweisentzug beziehungsweise Fahrverbot in der Schweiz,
- verkehrspsychologische Untersuchung,
- mögliche Freiheitsstrafe,
- unter bestimmten Voraussetzungen Beschlagnahmung oder Einziehung des Fahrzeugs.
Ein lebenslanges Fahrverbot wird nicht automatisch verhängt. Dauer und Art der Maßnahmen hängen vom Einzelfall, Vorstrafen und der Gefährdung ab.
Bußgelder in der Schweiz
Verkehrsverstöße können in der Schweiz deutlich teurer sein als in Deutschland.
Bei kleineren Verstößen gibt es feste Ordnungsbussen. Schwerere Verstöße werden angezeigt und von Behörden oder Gerichten beurteilt.
Die Strafe kann dabei abhängig sein von:
- Höhe der Überschreitung,
- Ort des Verstoßes,
- Gefährdung anderer,
- Vorstrafen,
- Einkommen und Vermögen,
- weiteren Umständen.
Eine Tabelle mit dauerhaft in Euro umgerechneten Beträgen ist ungeeignet. Sowohl die Schweizer Beträge als auch der Wechselkurs können sich ändern.
Müssen Schweizer Bußgelder in Deutschland bezahlt werden?

Ein Bußgeld aus der Schweiz sollte nicht ignoriert werden.
Die frühere Behauptung, bei einem Foto nur des Kennzeichens müsse ein deutscher Fahrer grundsätzlich keine Verfolgung befürchten, ist falsch und riskant.
Mögliche Folgen nicht bezahlter Forderungen sind:
- Mahnungen und zusätzliche Gebühren,
- weitere Ermittlungen zum Fahrer,
- Vollstreckungsmaßnahmen im Rahmen internationaler Vereinbarungen,
- Probleme bei einer späteren Einreise,
- polizeiliche Kontrolle oder Zahlungsaufforderung in der Schweiz,
- Eintrag in schweizerischen Systemen.
Wer einen Bescheid für fehlerhaft hält, sollte fristgerecht Rechtsmittel einlegen und ihn nicht einfach ignorieren.
Gibt es Punkte in Flensburg?
Ein in der Schweiz begangener Verkehrsverstoß führt normalerweise nicht unmittelbar zu Punkten im deutschen Fahreignungsregister.
Schwere Straftaten können jedoch weitere rechtliche Folgen haben. Außerdem kann die Schweiz ein Fahrverbot für ihr Staatsgebiet aussprechen.
Gilt ein Schweizer Fahrverbot in Deutschland?
Ein schweizerisches Fahrverbot gilt grundsätzlich zunächst für die Schweiz. Der deutsche Führerschein kann während eines Aufenthalts einbehalten oder mit einem schweizerischen Verbot verknüpft werden.
Bei schweren Fällen können Informationen an deutsche Behörden weitergegeben werden. Die genauen Folgen hängen vom Einzelfall ab.
Radarwarner sind verboten
Geräte und Funktionen, die gezielt vor Geschwindigkeitskontrollen warnen, sind in der Schweiz verboten.
Problematisch sind unter anderem:
- Radarwarngeräte,
- aktive Laserstörer,
- Blitzerwarnungen in Navigationsgeräten,
- entsprechende Smartphone-Apps,
- mitgeführte Geräte mit aktivierter Warnfunktion.
Warnfunktionen sollten bereits vor der Einreise deaktiviert oder entfernt werden.
Navigationsgerät richtig befestigen
Ein Navigationsgerät oder Smartphone darf die Sicht des Fahrers nicht erheblich beeinträchtigen.
Eine pauschale Strafe von 800 Franken für jedes Gerät an der Frontscheibe gibt es nicht automatisch. Entscheidend sind Position, Sichtbehinderung und Bedienung während der Fahrt.
Geeignet ist meist eine Position:
- tief am Rand der Windschutzscheibe,
- auf dem Armaturenbrett,
- in einer festen Fahrzeughalterung.
Handy am Steuer
Das Telefon darf während der Fahrt nicht in einer Weise bedient werden, die den Fahrer ablenkt oder die Fahrzeugkontrolle beeinträchtigt.
Nachrichten, soziale Netzwerke und längere Eingaben in das Navigationsgerät sollten nur im Stand vorgenommen werden.
Promillegrenze
Für gewöhnliche Autofahrer gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.
Für bestimmte Fahrergruppen gilt faktisch ein Alkoholverbot mit einer Grenze von 0,1 Promille. Dazu gehören:
- Berufschauffeure,
- Neulenkende mit Führerausweis auf Probe,
- Fahrschüler,
- Fahrlehrer,
- Begleitpersonen von Lernfahrten.
Die sicherste Regel lautet: Wer fährt, trinkt keinen Alkohol.
Lichtpflicht am Tag
Motorfahrzeuge müssen in der Schweiz grundsätzlich auch tagsüber mit Licht fahren.
Verwendet werden können:
- Tagfahrlicht,
- Abblendlicht.
Bei Dämmerung, Dunkelheit, schlechter Sicht und in Tunneln reicht reines Tagfahrlicht nicht immer aus. Dann muss das Abblendlicht eingeschaltet werden.
Ausnahmen von der Lichtpflicht
Bestimmte ältere Fahrzeuge und besondere Fahrzeugarten können abweichenden Regeln unterliegen. Für gewöhnliche moderne Pkw gilt jedoch die ganzjährige Lichtpflicht.
Gurtpflicht
Alle Fahrzeuginsassen müssen vorhandene Sicherheitsgurte benutzen.
Der Fahrer ist dafür verantwortlich, dass Kinder ordnungsgemäß gesichert sind.
Kinder im Auto
Kinder unter zwölf Jahren benötigen eine geeignete Kinderrückhaltevorrichtung, wenn sie kleiner als 150 Zentimeter sind.
Der Kindersitz muss:
- zum Gewicht und zur Größe passen,
- zugelassen sein,
- korrekt befestigt werden.
Bei einem rückwärtsgerichteten Sitz auf dem Beifahrersitz muss der Frontairbag deaktiviert sein.
Reißverschlussverfahren
Endet eine Fahrspur, gilt das Reißverschlussprinzip. Fahrer sollen bis zum Ende der Spur fahren und sich dort abwechselnd einordnen.
Zu frühes Einfädeln verlängert den Rückstau und nutzt die vorhandene Straßenfläche schlechter aus.
Rettungsgasse
Bei stockendem Verkehr oder Stau muss auf Autobahnen und Autostrassen eine Rettungsgasse gebildet werden.
Bei zwei Spuren entsteht sie zwischen linker und rechter Spur. Bei drei oder mehr Spuren liegt sie zwischen der ganz linken und der unmittelbar rechts danebenliegenden Spur.
Rechtsvorbeifahren
Auf Autobahnen ist das vorsichtige Rechtsvorbeifahren in bestimmten Kolonnen- und Verkehrssituationen erlaubt. Rechtsüberholen durch Ausscheren, Vorbeifahren und erneutes Einscheren bleibt verboten.
Winterreifen
In der Schweiz besteht keine allgemeine kalendarische Winterreifenpflicht für gewöhnliche Pkw.
Der Fahrer muss das Fahrzeug jedoch jederzeit sicher beherrschen können. Wer mit ungeeigneter Bereifung einen Unfall verursacht oder den Verkehr behindert, muss mit Konsequenzen rechnen.
Winterreifen sind bei winterlichen Bedingungen daher dringend erforderlich.
Schneeketten
Ein rundes blaues Verkehrsschild mit Schneekettensymbol bedeutet, dass Schneeketten vorgeschrieben sind.
Sie müssen mindestens an den angetriebenen Rädern montiert werden. Die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs ist zu beachten.
Spikereifen
Spikereifen sind innerhalb bestimmter Zeiträume zulässig, unterliegen jedoch Einschränkungen. Auf Autobahnen und Autostrassen dürfen sie grundsätzlich nicht verwendet werden, mit Ausnahmen auf bestimmten Strecken.
Fahrzeuge mit Spikereifen müssen entsprechend gekennzeichnet sein und eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit beachten.
Parken in der Schweiz
Parkflächen sind durch Farben und Schilder gekennzeichnet. Die Regeln unterscheiden sich teilweise nach Gemeinde und Zone.
Blaue Parkzone
In einer blauen Zone ist das Parken mit einer blauen Parkscheibe für einen begrenzten Zeitraum kostenlos.
Die Parkscheibe wird auf die nächste halbe Stunde nach der Ankunft eingestellt.
Während der üblichen Kontrollzeiten darf in der Regel etwa eine Stunde beziehungsweise bis zum nächsten vorgesehenen Ablaufzeitpunkt geparkt werden.
Die genauen Regeln und Zusatzschilder am Parkplatz sind entscheidend.
Parken über Mittag
Die schweizerische blaue Zone berücksichtigt häufig eine Mittagspause. Wer kurz vor Mittag ankommt, kann abhängig von der Ankunftszeit länger stehen.
Da Sonderregelungen möglich sind, sollte die örtliche Beschilderung beachtet werden.
Parken über Nacht
In vielen blauen Zonen wird nachts nicht kontrolliert. Ein pauschaler spezieller Parkschein für 50 Euro ist nicht landesweit vorgeschrieben.
Für Anwohner bestehen je nach Gemeinde kostenpflichtige Dauerparkkarten. Preis und Bedingungen unterscheiden sich erheblich.
Weiße Parkfelder
Weiße Parkfelder können:
- kostenpflichtig,
- zeitlich beschränkt,
- kostenlos
sein.
Entscheidend sind Parkautomat, App, Bodenmarkierung und Beschilderung. Die alte Aussage, jedes weiße Feld sei kostenpflichtig, ist zu pauschal.
Gelbe Parkfelder
Gelb markierte Parkplätze sind häufig reserviert, beispielsweise für:
- Bewohner,
- Kunden,
- Mitarbeiter,
- Lieferverkehr,
- bestimmte Berechtigte.
Ohne entsprechende Erlaubnis darf dort nicht geparkt werden.
Gelbe Kreuze und Linien
Gelbe Kreuze, Zickzacklinien oder besondere Markierungen können ein Park- oder Halteverbot kennzeichnen.
Die jeweilige Signalisation muss genau beachtet werden.
Parken per App
In vielen Städten kann über eine Park-App bezahlt werden. Je nach Gemeinde werden unterschiedliche Anbieter eingesetzt.
Alternativ stehen Parkautomaten und Parkhäuser zur Verfügung.
Gotthardtunnel
Der Gotthard-Strassentunnel gehört zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas. Besonders an Ferienwochenenden entstehen lange Staus.
Der Tunnel kann wegen:
- Wartungsarbeiten,
- Unfällen,
- Pannen,
- Überlastung,
- Sicherheitsmaßnahmen
vorübergehend geschlossen werden.
Es gibt keine allgemein gültige Regel, nach der er regelmäßig jede Nacht von 20 bis 5 Uhr geschlossen ist. Wartungssperrungen werden für konkrete Termine angekündigt.
Alternativen zum Gotthardtunnel
Mögliche Alternativen sind abhängig von Jahreszeit und Reiseziel:
- San-Bernardino-Route,
- Gotthardpass im Sommer,
- Lötschberg- und Simplonroute,
- Autoverlad,
- Route über Frankreich oder Österreich.
Eine Umleitung kann ebenfalls stark belastet oder wetterbedingt geschlossen sein.
Gotthardpass
Der Gotthardpass ist normalerweise nur in der wärmeren Jahreszeit geöffnet. Im Winter bleibt er wegen Schnee gesperrt.
Aktuelle Öffnungen und Sperrungen sollten unmittelbar vor der Fahrt geprüft werden.
Autoverlad
Auf einigen Alpenstrecken können Fahrzeuge per Bahn durch einen Tunnel transportiert werden. Bekannte Angebote bestehen unter anderem am Lötschberg, Furka und Vereina.
Für den Autoverlad fällt eine zusätzliche Gebühr an.
Fahrweise in den Bergen
Auf schmalen Bergstraßen gelten besondere Rücksicht und vorausschauendes Fahren.
Wichtige Hinweise:
- Geschwindigkeit vor Kurven reduzieren.
- Motorbremse bei langen Gefällen nutzen.
- Nicht dauerhaft auf der Bremse stehen.
- Postautos und Linienbusse beachten.
- Ausweichstellen freihalten.
- Mit Radfahrern, Wanderern und Tieren rechnen.
Postauto auf Bergstraßen
Postautos können sich auf engen Bergstraßen durch ein charakteristisches Mehrklanghorn ankündigen. Andere Verkehrsteilnehmer müssen ihnen ausreichend Platz lassen und gegebenenfalls zurücksetzen.
Vorfahrt am Berg
Auf schmalen Straßen gelten nicht in jeder Situation einfache starre Regeln. Entscheidend sind Fahrzeugart, Ausweichmöglichkeit, Steigung und örtliche Beschilderung.
Schwere Fahrzeuge, Linienbusse und Fahrzeuge mit Anhänger benötigen häufig besondere Rücksicht.
Fahren im Tunnel
Im Tunnel sollte:
- Abblendlicht eingeschaltet sein,
- ausreichender Abstand gehalten werden,
- nicht gewendet werden,
- nur im Notfall angehalten werden,
- das Radio für Verkehrsdurchsagen eingeschaltet sein.
Panne im Tunnel
Bei einer Panne:
- Warnblinkanlage einschalten.
- Fahrzeug möglichst in einer Pannenbucht abstellen.
- Motor ausschalten.
- Warnweste anziehen.
- Notrufstation benutzen.
- Fahrzeug verlassen und geschützten Bereich aufsuchen.
Warnweste und Warndreieck
Ein Warndreieck muss im Fahrzeug mitgeführt werden und leicht erreichbar sein.
Warnwesten sind dringend empfehlenswert und sollten für alle Insassen vorhanden sein. Sie gehören nicht unter Gepäck in einen schwer erreichbaren Kofferraumbereich.
Welche Dokumente sollte man mitführen?
Für die Reise benötigt man:
- gültigen Führerschein,
- Zulassungsbescheinigung Teil I,
- Personalausweis oder Reisepass,
- Versicherungsnachweis,
- bei fremdem Fahrzeug eine Vollmacht,
- Unterlagen zu Vignette oder Schwerverkehrsabgabe.
Internationale Versicherungskarte
Die Internationale Versicherungskarte ist für die Einreise aus Deutschland normalerweise nicht zwingend erforderlich, kann aber bei einem Unfall die Abwicklung erleichtern.
Verkehrsunfall in der Schweiz
Bei einem Unfall sollte:
- die Unfallstelle gesichert werden,
- Erste Hilfe geleistet werden,
- bei Verletzten der Rettungsdienst verständigt werden,
- Fahrzeug- und Versicherungsdaten ausgetauscht werden,
- die Unfallstelle fotografiert werden.
Die Polizei sollte insbesondere gerufen werden, wenn:
- Personen verletzt wurden,
- größerer Schaden entstanden ist,
- die Beteiligten sich nicht einigen können,
- Alkohol oder Drogen vermutet werden,
- ein Beteiligter flüchtet,
- ein ausländisches Fahrzeug beteiligt ist und die Lage unklar ist.
Notrufnummern
| Nummer | Dienst |
|---|---|
| 112 | Europäischer Notruf |
| 117 | Polizei |
| 118 | Feuerwehr |
| 144 | Rettungsdienst |
| 1414 | Rettungsflugwacht Rega |
Einreise und Zoll
Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur Europäischen Union und nicht zum EU-Zollgebiet.
Deshalb gelten bei der Einreise eigene Zollbestimmungen für:
- Waren,
- Alkohol,
- Tabak,
- Lebensmittel,
- Bargeld,
- Geschenke und Einkäufe.
Kraftstoff im Reservekanister
Ein kleiner Reservekanister kann grundsätzlich mitgeführt werden. Er muss:
- für Kraftstoff zugelassen sein,
- dicht verschlossen sein,
- sicher befestigt werden,
- vor Hitze geschützt sein.
Bei einer Reise durch mehrere Länder müssen zusätzlich deren Vorschriften beachtet werden.
Elektroauto in der Schweiz
Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes Ladenetz. Ladepunkte befinden sich:
- an Autobahnraststätten,
- in Städten,
- bei Einkaufszentren,
- in Parkhäusern,
- bei Hotels,
- in touristischen Regionen.
Bezahlung an Ladesäulen
Die Bezahlung erfolgt je nach Anbieter:
- mit Ladekarte,
- über eine App,
- per QR-Code,
- mit Kreditkarte,
- kontaktlos.
Vor einer längeren Reise sollten mehrere Zahlungsmöglichkeiten eingerichtet werden.
Reichweite im Gebirge
Steigungen, Kälte, Heizung und hohe Geschwindigkeit erhöhen den Stromverbrauch. Bei Abfahrten kann ein Elektroauto durch Rekuperation einen Teil der Energie zurückgewinnen.
Für Alpenstrecken sollte dennoch ausreichend Reserve eingeplant werden.
Urlaubsziele in der Schweiz
Die Schweiz bietet zahlreiche Ziele, die sich mit dem Auto erreichen lassen.
Zürich
Zürich ist die größte Stadt des Landes. Parkplätze sind knapp und teuer. Park-and-Ride sowie öffentliche Verkehrsmittel sind häufig praktischer.
Bern
Bern ist die Bundesstadt und besitzt eine gut erhaltene Altstadt. Für die Innenstadt empfiehlt sich ein Parkhaus oder die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Luzern
Luzern liegt am Vierwaldstättersee und ist ein häufiger Zwischenstopp auf dem Weg zum Gotthard.
Interlaken
Interlaken ist ein Ausgangspunkt für Reisen ins Berner Oberland, nach Grindelwald und in die Jungfrau-Region.
Zermatt
Zermatt ist autofrei. Fahrzeuge werden normalerweise in Täsch abgestellt. Die Weiterreise erfolgt per Bahn oder Taxi.
St. Moritz
St. Moritz liegt im Engadin und ist über mehrere Alpenpässe erreichbar. Im Winter sind Straßenzustand und Schneekettenpflicht zu beachten.
Tessin
Das Tessin bietet mit Lugano, Locarno und dem Lago Maggiore ein mediterran geprägtes Reiseziel südlich der Alpen.
Vorurteile über regionale Kennzeichen vermeiden
Der alte Beitrag enthielt pauschale Aussagen über Fahrer aus Bern, Luzern und dem Tessin. Solche Vorurteile besitzen keinen sachlichen Nutzen und wurden entfernt.
Schweizer Kennzeichen zeigen den Zulassungskanton, erlauben aber keine verlässliche Aussage über Fahrstil, Persönlichkeit oder Wohnort des aktuellen Fahrers.
Häufige Fragen zum Tanken in der Schweiz
Wie heißt Super 95?
In der deutschsprachigen Schweiz heißt es meist Bleifrei 95. In der Romandie steht Sans plomb 95 und im Tessin Senza piombo 95.
Wie heißt Super Plus?
Super Plus wird als Bleifrei 98, Sans plomb 98 oder Senza piombo 98 angeboten.
Wie heißt Diesel?
Diesel heißt Diesel, Gazole oder Gasolio.
Kann man E10 tanken?
Ja, E10 kann angeboten werden. Entscheidend sind das E10-Symbol und die Freigabe des Fahrzeugs.
Kann man mit Euro bezahlen?
Teilweise ja. Die Abrechnung in Euro kann jedoch ungünstiger sein. Besser ist die Zahlung in Schweizer Franken oder per Karte in CHF.
Kann man mit deutscher Bankkarte bezahlen?
Internationale Kredit- und Debitkarten funktionieren in der Regel. Eine reine Girocard ohne internationales Bezahlsystem kann abgelehnt werden.
Warum reserviert der Tankautomat einen hohen Betrag?
Es handelt sich um eine vorübergehende Vorautorisierung. Endgültig abgerechnet wird nur der tatsächliche Tankbetrag.
Wie viel kostet die Autobahnvignette?
Die Klebe- und E-Vignette kosten jeweils 40 Schweizer Franken.
Gibt es eine Zehntagesvignette?
Nein. Es gibt nur die Jahresvignette.
Wie lange gilt die Vignette?
Vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres.
Braucht ein Wohnwagen eine eigene Vignette?
Ja. Ein Anhänger oder Wohnwagen bis 3,5 Tonnen benötigt eine eigene Vignette.
Was ist die E-Vignette?
Die elektronische Vignette ist digital mit dem Kennzeichen verbunden und wird über das offizielle Via-Portal gekauft.
Muss man die E-Vignette ausdrucken?
Nein. Die Registrierung wird elektronisch kontrolliert.
Was kostet Fahren ohne Vignette?
Es drohen 200 Franken Busse. Zusätzlich muss die Vignette gekauft werden.
Wie schnell darf man auf der Autobahn fahren?
Grundsätzlich 120 km/h, sofern kein niedrigeres Limit ausgeschildert ist.
Wie schnell darf man außerorts fahren?
Grundsätzlich 80 km/h.
Wie hoch ist die Promillegrenze?
Für gewöhnliche Fahrer gilt 0,5 Promille. Für Neulenkende, Fahrschüler und bestimmte Berufsfahrer gilt eine Grenze von 0,1 Promille.
Gilt Lichtpflicht?
Ja. Motorfahrzeuge müssen grundsätzlich auch tagsüber mit Licht fahren.
Sind Radarwarner erlaubt?
Nein. Geräte und Apps mit gezielter Blitzerwarnung sind verboten.
Gibt es eine Winterreifenpflicht?
Es gibt keine allgemeine kalendarische Pflicht für Pkw. Das Fahrzeug muss jedoch sicher und den Straßenverhältnissen entsprechend ausgerüstet sein.
Wann sind Schneeketten Pflicht?
Wenn ein blaues rundes Schneekettenschild dies vorschreibt.
Kann man den Gotthardtunnel nachts immer passieren?
Nicht zwingend. Der Tunnel kann zu angekündigten Wartungszeiten geschlossen sein. Eine generelle tägliche Nachtsperre besteht jedoch nicht.
Was bedeutet die blaue Parkzone?
Dort kann mit korrekt eingestellter Parkscheibe während der angegebenen Zeiten begrenzt kostenlos geparkt werden.
Sind weiße Parkfelder immer kostenpflichtig?
Nein. Weiße Felder können kostenpflichtig, kostenlos oder zeitlich begrenzt sein. Beschilderung und Parkautomat sind entscheidend.
Müssen Schweizer Bußgelder bezahlt werden?
Ja. Ein Schweizer Bescheid sollte nicht ignoriert werden. Nichtzahlung kann zu Gebühren, weiteren Maßnahmen und Problemen bei einer späteren Einreise führen.
Was gilt für Wohnmobile über 3,5 Tonnen?
Sie benötigen keine gewöhnliche Autobahnvignette, unterliegen aber normalerweise der pauschalen Schwerverkehrsabgabe.
Fazit
Das Tanken in der Schweiz ist unkompliziert. Benzin mit 95 Oktan wird als Bleifrei 95, Sans plomb 95 oder Senza piombo 95 angeboten. Diesel heißt je nach Sprachregion Diesel, Gazole oder Gasolio.
Die Zahlung per Kredit- oder Debitkarte ist weit verbreitet. Wer am Terminal zwischen Euro und Schweizer Franken wählen kann, sollte in der Regel die Abrechnung in CHF wählen. Barzahlungen in Euro können mit einem ungünstigen Wechselkurs verbunden sein.
Für Autobahnen und Autostrassen benötigen Fahrzeuge und Anhänger bis 3,5 Tonnen eine Vignette. Sie kostet 40 Schweizer Franken und ist als Klebe- oder E-Vignette erhältlich. Eine Kurzzeitvignette gibt es nicht.
Die allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten betragen 50 km/h innerorts, 80 km/h außerorts, 100 km/h auf Autostrassen und 120 km/h auf Autobahnen. Geschwindigkeitsüberschreitungen werden streng geahndet. Besonders schwere Verstöße können ein Strafverfahren und ein Fahrverbot nach sich ziehen.
Radarwarner sind verboten, Licht ist auch tagsüber vorgeschrieben und die Promillegrenze liegt für gewöhnliche Fahrer bei 0,5 Promille. Bußgeldbescheide aus der Schweiz sollten keinesfalls ignoriert werden.
Wer Vignette, Bergstraßen, Wetter, Tunnel und mögliche Staus bei der Routenplanung berücksichtigt, kann die Schweiz sicher als Urlaubsziel oder Transitland bereisen.
Achtung beim Tanken an Coop-Tankstellen in Euro mit Kreditkarte ! Auf keinen Fall Euro wählen, denn diese modernen Raubritter der Coop berechnen einen skandalösen Umrechnungskurs, bei dem man viel mehr bezahlt als wenn die Hausbank umrechnet und Gebühren nimmt.
Hallo,
In der Blauen Parkzone muss mann nicht 50.- bezahlen wenn mann Nachts parkieren möchte. Es sei denn es gibt ein Schild dazu, aber eher selten vorhanden.
Gruss aus der Schweiz
Schori Marc
Als Behinderter, mit blauem Ausweis, kann man vielerorts, z.B. im Raum Zürich, gratis parken! Ausgenommen sind Parkhäuser.