
Wer mit dem eigenen Auto, einem Mietwagen oder Wohnmobil durch Nordmazedonien reist, sollte sich vorab über Kraftstoffbezeichnungen, Zahlungsmöglichkeiten, Mautstationen und Verkehrsregeln informieren. Das Tanken in Nordmazedonien ist grundsätzlich unkompliziert. Entlang der Autobahnen, in größeren Städten und an wichtigen Grenzübergängen gibt es zahlreiche Tankstellen.
In abgelegenen Gebirgsregionen und auf kleineren Landstraßen kann das Tankstellennetz jedoch dünner sein. Deshalb sollte man besonders bei Fahrten durch den Mavrovo-Nationalpark, das Šar-Gebirge oder abgelegene Regionen im Osten des Landes rechtzeitig tanken.
Die Landeswährung ist der mazedonische Denar mit der internationalen Abkürzung MKD. An vielen größeren Tankstellen werden auch internationale Kredit- und Debitkarten akzeptiert. Für kleinere Stationen, Mautstellen und ländliche Gebiete ist etwas Bargeld in Denar empfehlenswert.
Tanken in Nordmazedonien auf einen Blick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Offizieller Landesname | Republik Nordmazedonien |
| Hauptstadt | Skopje |
| Währung | Mazedonischer Denar, MKD |
| Internationales Kfz-Zeichen | NMK |
| Benzin mit 95 Oktan | Eurosuper 95, Super 95 oder BMB 95 |
| Benzin mit 98 Oktan | Super Plus 98 oder BMB 98 |
| Diesel | Diesel oder Eurodiesel |
| Autogas | LPG oder Autogas |
| Zahlungsmittel | Denar, häufig Bankkarte, teilweise Euro |
| Autobahnmaut | Zahlung an Mautstationen |
| Lichtpflicht | Ganzjährig auch tagsüber |
| Notruf | 112 |
Mazedonien oder Nordmazedonien?
Der offizielle Staatsname lautet seit 2019 Republik Nordmazedonien. Die frühere Bezeichnung „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“ beziehungsweise die englische Abkürzung FYROM wird im heutigen Reiseverkehr nicht mehr als offizieller Landesname verwendet.
Die Umbenennung erfolgte nach einer Einigung mit Griechenland. Der Staat grenzt heute an:
- Serbien,
- Kosovo,
- Bulgarien,
- Griechenland,
- Albanien.
Umgangssprachlich wird das Land weiterhin häufig nur Mazedonien genannt. Für aktuelle Reiseinformationen, Grenzdokumente und internationale Kennzeichnungen ist jedoch Nordmazedonien die korrekte Bezeichnung.
Welches internationale Kfz-Zeichen hat Nordmazedonien?
Das internationale Kfz-Länderzeichen lautet NMK.
Auf älteren Fahrzeugen und Dokumenten kann noch die frühere Abkürzung MK zu sehen sein. Diese wurde nach der Umbenennung des Landes durch NMK ersetzt.
Wie heißt eine Tankstelle in Nordmazedonien?
Auf Mazedonisch wird eine Tankstelle als бензинска пумпа bezeichnet. In lateinischer Umschrift lautet der Ausdruck etwa benzinska pumpa.
An großen Stationen werden häufig zusätzlich englische Begriffe verwendet. Deshalb finden Reisende in der Regel auch ohne Kenntnisse des kyrillischen Alphabets die richtige Zapfsäule.
Nützliche Begriffe sind:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Бензин / Benzin | Benzin |
| Безоловен / Bezoloven | Bleifrei |
| Дизел / Dizel | Diesel |
| Еуродизел / Eurodizel | Eurodiesel |
| Плин / Plin | Gas beziehungsweise Autogas |
| Полно / Polno | Voll |
| Готовина / Gotovina | Bargeld |
| Картичка / Kartička | Karte |
| Сметка / Smetka | Rechnung beziehungsweise Beleg |
Welche Kraftstoffsorten gibt es?
In Nordmazedonien sind die üblichen europäischen Kraftstoffsorten erhältlich. An den meisten Tankstellen findet man:
- Eurosuper 95 beziehungsweise Benzin mit 95 Oktan,
- Eurosuper 98 beziehungsweise Benzin mit 98 Oktan,
- Eurodiesel,
- LPG beziehungsweise Autogas,
- teilweise Premium-Benzin und Premium-Diesel,
- an größeren Stationen häufig AdBlue.
Die Kraftstoffe können je nach Anbieter etwas unterschiedlich bezeichnet sein. Maßgeblich sind deshalb die Oktanzahl und die europaweit verwendeten Kraftstoffsymbole.
Was bedeutet BMB 95?
Die Abkürzung BMB wird in mehreren Ländern des ehemaligen Jugoslawiens verwendet. Sie steht sinngemäß für bleifreies Motorbenzin.
BMB 95 bezeichnet somit bleifreies Benzin mit 95 Oktan und entspricht hinsichtlich der Oktanzahl dem deutschen Superbenzin.
Zusätzlich sollte auf die europäische Kennzeichnung E5 oder E10 geachtet werden:
- E5: bis zu fünf Prozent Ethanol,
- E10: bis zu zehn Prozent Ethanol.
Ob das eigene Fahrzeug E10 verträgt, lässt sich am Tankdeckel, in der Bedienungsanleitung oder über die Herstellerfreigabe prüfen.
Was bedeutet BMB 98?
BMB 98 ist bleifreies Benzin mit einer Oktanzahl von 98. Es entspricht ungefähr dem deutschen Super Plus.
Dieser Kraftstoff ist vor allem für Fahrzeuge vorgesehen, deren Hersteller mindestens 98 Oktan verlangt oder empfiehlt. Ein Fahrzeug, das regulär mit 95 Oktan betrieben werden darf, benötigt nicht automatisch die teurere Sorte.
Wie heißt Diesel in Nordmazedonien?
Diesel wird als Dizel oder Eurodizel bezeichnet. An vielen Zapfsäulen steht zusätzlich die international verständliche Bezeichnung Diesel.
Normaler Pkw-Diesel ist meist mit dem quadratischen europäischen Symbol B7 gekennzeichnet. B7 kann bis zu sieben Prozent Biodiesel enthalten.
Nicht allein nach der Farbe der Zapfpistole tanken
Die Farben von Zapfpistolen sind nicht europaweit einheitlich. Eine schwarze, grüne oder gelbe Zapfpistole kann je nach Betreiber eine andere Kraftstoffsorte enthalten.
Vor dem Tanken sollte deshalb kontrolliert werden:
- welche Kraftstoffbezeichnung an der Säule steht,
- welche Oktanzahl angegeben ist,
- ob E5, E10 oder B7 angezeigt wird,
- welcher Kraftstoff am Tankdeckel vorgeschrieben ist.
Bei Unsicherheit sollte das Tankstellenpersonal gefragt werden. Eine Falschbetankung kann hohe Reparaturkosten verursachen.
Autogas in Nordmazedonien
Autogas ist in Nordmazedonien vergleichsweise verbreitet. An zahlreichen größeren Tankstellen wird LPG angeboten. Auf Schildern kann zusätzlich das Wort Plin stehen.
Das LPG-Netz ist jedoch weniger dicht als das Netz für Benzin und Diesel. Vor Fahrten in abgelegene Gebiete sollte deshalb geprüft werden, wo sich die nächste geeignete Autogastankstelle befindet.
Welchen LPG-Adapter benötigt man?
In Nordmazedonien wird häufig der sogenannte Dish-Adapter verwendet. Da einzelne Tankstellen unterschiedliche Anschlüsse besitzen können, ist ein vollständiges europäisches LPG-Adapterset sinnvoll.
Vor dem Tankvorgang sollte kontrolliert werden, ob der Adapter korrekt und fest sitzt. Bei einer bedienten Station übernimmt das Personal häufig das Anschließen der Zapfpistole.
Wie funktioniert das Tanken?
Viele Tankstellen in Nordmazedonien sind bedient. Ein Mitarbeiter übernimmt dann das Tanken oder hilft an der Zapfsäule.
Der Ablauf ist typischerweise:
- Fahrzeug an der richtigen Zapfsäule abstellen.
- Motor und Zündung ausschalten.
- Dem Mitarbeiter Kraftstoffsorte und Betrag nennen.
- Tankvorgang beobachten und Anzeige kontrollieren.
- An der Kasse oder beim Mitarbeiter bezahlen.
- Beleg prüfen und aufbewahren.
Wer volltanken möchte, kann auf Englisch „full tank“ sagen. Alternativ kann ein fester Betrag in Denar genannt werden.
Kann man selbst tanken?
An manchen Stationen ist Selbstbedienung möglich. An anderen Tankstellen übernimmt ein Mitarbeiter den gesamten Tankvorgang.
Reisende sollten abwarten, ob ein Tankwart zur Zapfsäule kommt. Ist keine Bedienung vorhanden, kann in der Regel selbst getankt werden.
Wie bezahlt man an Tankstellen?
Als Zahlungsmittel werden vor allem akzeptiert:
- mazedonische Denar,
- Visa,
- Mastercard,
- internationale Debitkarten,
- teilweise kontaktlose Zahlungen,
- an einzelnen Stationen Euro.
Auf die Zahlung in Euro sollte man sich nicht verlassen. Selbst wenn Euro angenommen werden, kann der verwendete Umrechnungskurs ungünstiger sein. Rückgeld wird häufig in Denar ausgegeben.
Am sichersten ist die Zahlung in Landeswährung oder mit einer international nutzbaren Bankkarte.
Deutsche Girocard in Nordmazedonien
Eine deutsche Girocard funktioniert nur, wenn sie zusätzlich ein international akzeptiertes Bezahlsystem wie Visa Debit oder Debit Mastercard unterstützt.
Da Nordmazedonien nicht zur Europäischen Union gehört, können außerdem Gebühren für Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen entstehen. Vor Reisebeginn sollten die Konditionen der Bank geprüft werden.
Bezahlung in Denar oder Euro auswählen?
Bei Kartenzahlungen kann das Terminal anbieten, den Betrag sofort in Euro umzurechnen. Diese sogenannte dynamische Währungsumrechnung ist häufig ungünstiger als die Abrechnung in der Landeswährung.
In der Regel ist es günstiger, den Betrag in MKD abrechnen zu lassen. Die eigene Bank übernimmt dann die Umrechnung.
Bargeld abheben
Geldautomaten sind in Skopje, Ohrid, Bitola, Tetovo und anderen größeren Städten weit verbreitet.
Beim Abheben sollte geprüft werden:
- welche Gebühr der Automat verlangt,
- ob die eigene Bank zusätzliche Kosten berechnet,
- ob der Betrag in Denar statt Euro abgerechnet wird,
- ob eine dynamische Währungsumrechnung angeboten wird.
Geldautomaten an Banken sind häufig besser geeignet als frei stehende Automaten in touristischen Bereichen.
Öffnungszeiten der Tankstellen
An Autobahnen, Grenzübergängen und in großen Städten gibt es Tankstellen, die rund um die Uhr geöffnet sind.
Kleinere Tankstellen in ländlichen Regionen können nachts schließen. Deshalb sollte man bei längeren Fahrten nicht darauf warten, bis die Tankanzeige die Reserve erreicht.
Besonders vor Nachtfahrten, Fahrten durch Gebirge oder Grenzübertritten empfiehlt es sich, den Tank rechtzeitig zu füllen.
Tankstellennetz in Nordmazedonien
Das Tankstellennetz ist auf den wichtigen Verkehrsachsen gut ausgebaut. Dazu gehören insbesondere:
- Skopje–Gevgelija in Richtung Griechenland,
- Skopje–Kumanovo in Richtung Serbien,
- Skopje–Tetovo–Gostivar,
- Skopje–Veles–Prilep–Bitola,
- Ohrid–Struga,
- Verbindungen zu den Grenzübergängen nach Albanien und Bulgarien.
In abgelegenen Gebieten des Westens und Ostens können die Abstände größer sein. Dort sollte man spätestens bei einem Viertel Tankinhalt nach einer Tankstelle suchen.
Sind Kraftstoffe günstiger als in Deutschland?
Die Kraftstoffpreise können in Nordmazedonien niedriger sein als in Deutschland. Eine feste prozentuale Ersparnis lässt sich jedoch nicht dauerhaft angeben.
Die Preise verändern sich durch:
- Rohölpreise,
- Wechselkurse,
- Steuern und Abgaben,
- staatliche Preisregelungen,
- Tankstellenbetreiber und Standort.
Vor einer Reise sollte deshalb nicht mit einer fest zugesagten Ersparnis gerechnet werden.
Tanken vor der Grenze
Auf den Hauptverkehrsrouten befinden sich Tankstellen in der Nähe vieler Grenzübergänge. Dennoch kann es sinnvoll sein, bereits vor der Grenze zu tanken, wenn:
- lange Wartezeiten erwartet werden,
- man nachts unterwegs ist,
- die nächste Station nicht sicher geöffnet ist,
- eine lange Strecke durch eine abgelegene Region folgt.
Vor der Weiterreise nach Griechenland, Albanien, Kosovo, Serbien oder Bulgarien sollten zusätzlich die dortigen Verkehrs- und Zollregeln geprüft werden.
Tanken mit einem Mietwagen
Bei der Fahrzeugübernahme sollte kontrolliert werden, welchen Kraftstoff der Mietwagen benötigt. Ein Hinweis befindet sich häufig:
- am Tankdeckel,
- am Fahrzeugschlüssel,
- im Mietvertrag,
- in der Bedienungsanleitung.
Zusätzlich ist die vereinbarte Tankregelung wichtig. Am transparentesten ist normalerweise:
Voll übernehmen und voll zurückgeben.
Wird das Fahrzeug nicht mit dem vorgeschriebenen Tankstand zurückgegeben, kann der Vermieter neben dem Kraftstoffpreis eine zusätzliche Servicegebühr berechnen.
Mindestalter für Mietwagen
Das erforderliche Mindestalter hängt vom Vermieter und der Fahrzeugklasse ab. Häufig liegt es bei 21 Jahren. Manche Anbieter verlangen:
- ein höheres Mindestalter,
- mindestens ein oder zwei Jahre Fahrpraxis,
- einen Jungfahrerzuschlag,
- eine Kreditkarte als Sicherheit.
Die Bedingungen sollten vor der Buchung geprüft werden. Für leistungsstarke, größere oder hochwertige Fahrzeuge gelten häufig strengere Altersgrenzen.
Darf man mit dem Mietwagen die Grenze überqueren?
Eine Fahrt in ein Nachbarland ist nicht automatisch erlaubt. Der Vermieter muss einer Grenzüberfahrt normalerweise vorher zustimmen.
Möglicherweise erforderlich sind:
- eine schriftliche Genehmigung,
- zusätzlicher Versicherungsschutz,
- eine Grenzübertrittsgebühr,
- besondere Fahrzeugdokumente,
- eine Internationale Versicherungskarte.
Wer ohne Erlaubnis die Grenze überquert, riskiert den Verlust des Versicherungsschutzes.
Maut in Nordmazedonien
Auf mehreren Autobahnabschnitten wird eine streckenbezogene Maut erhoben. Eine Vignette ist für gewöhnliche Pkw nicht erforderlich.
Die Maut wird an festen Mautstationen bezahlt. Das System funktioniert als offenes Mautsystem: An einzelnen Stationen wird jeweils ein festgelegter Betrag verlangt.
Die Höhe hängt ab von:
- dem befahrenen Abschnitt,
- der Fahrzeugklasse,
- der Anzahl der Achsen,
- teilweise der Fahrzeughöhe.
Wie kann man die Maut bezahlen?
An den Mautstellen werden grundsätzlich folgende Zahlungsmöglichkeiten angeboten:
- mazedonische Denar,
- Euro in bar,
- Bankkarte,
- elektronische Mautkarte,
- elektronischer TAG-Transponder.
Bei Barzahlung in Euro kann das Rückgeld in Denar ausgegeben werden. Für Urlauber ist es sinnvoll, kleinere Denar-Scheine und Münzen griffbereit zu halten.
Mautbeleg aufbewahren
Nach der Zahlung wird ein Beleg ausgegeben. Dieser sollte während der Fahrt im Fahrzeug aufbewahrt werden.
Der Beleg dient als Nachweis der bezahlten Maut und kann bei einer Kontrolle verlangt werden.
Wie teuer ist die Maut?
Die Preise unterscheiden sich je nach Strecke und Fahrzeugkategorie. Eine alte pauschale Angabe von 25 bis 230 Denar ist nicht dauerhaft zuverlässig, da Mautsätze geändert oder neue Streckenabschnitte einbezogen werden können.
Wer die gesamte Nord-Süd-Route von der serbischen bis zur griechischen Grenze fährt, passiert mehrere Mautstellen. Die Einzelbeträge sollten deshalb in die Reisekosten eingeplant werden.
Elektronische Mautzahlung
Wer regelmäßig durch Nordmazedonien fährt, kann das elektronische Mautsystem nutzen. Dafür stehen elektronische Karten und TAG-Geräte zur Verfügung.
Für eine einmalige Urlaubsreise ist die normale Zahlung in bar oder mit Bankkarte meist einfacher.
Welche Autobahnen sind mautpflichtig?
Maut wird auf mehreren Abschnitten des nordmazedonischen Autobahnnetzes erhoben. Besonders relevant sind die Hauptverbindungen:
- zwischen Serbien, Skopje und Griechenland,
- zwischen Skopje und Tetovo beziehungsweise Gostivar,
- auf weiteren entsprechend ausgeschilderten Autobahnabschnitten.
Die frühere Bezeichnung M1, M3 und M4 findet sich noch in älteren Reiseinformationen. Heute werden Straßen teilweise mit europäischen und nationalen Nummern wie A1, A2 oder E75 bezeichnet.
Verkehrsregeln in Nordmazedonien

In Nordmazedonien herrscht Rechtsverkehr. Ein in Deutschland oder einem anderen EU-Staat ausgestellter Führerschein wird für touristische Aufenthalte grundsätzlich anerkannt.
Autofahrer sollten mitführen:
- gültigen Führerschein,
- Zulassungsbescheinigung Teil I,
- Personalausweis oder Reisepass,
- Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung,
- Internationale Versicherungskarte,
- bei einem fremden Fahrzeug eine Vollmacht.
Welche Tempolimits gelten?
Für Pkw gelten grundsätzlich folgende Höchstgeschwindigkeiten, sofern Verkehrszeichen nichts anderes anordnen:
| Straßenart | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|
| Innerhalb geschlossener Ortschaften | 50 km/h |
| Gewöhnliche Landstraße | 80 km/h |
| Kraftfahrstraße beziehungsweise entsprechend ausgebaute Straße | 100 oder 110 km/h, abhängig von der Beschilderung |
| Autobahn | Bis zu 130 km/h |
Die ausgeschilderte Geschwindigkeit hat immer Vorrang. Auf einzelnen Autobahnabschnitten können niedrigere Limits gelten.
Für Fahranfänger, Gespanne, Busse und bestimmte Fahrzeugklassen können geringere Höchstgeschwindigkeiten vorgeschrieben sein.
Geschwindigkeitskontrollen
Die Polizei kontrolliert die Geschwindigkeit mit mobilen und stationären Messgeräten. Kontrollen sind sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Ortschaften möglich.
Besonders auf Hauptverkehrsachsen, an Ortseinfahrten und auf unfallträchtigen Abschnitten sollte mit Kontrollen gerechnet werden.
Ein Navigationsgerät mit Radarwarnfunktion kann rechtlich problematisch sein. Entsprechende Warnfunktionen sollten vor der Fahrt deaktiviert werden.
Lichtpflicht am Tag
In Nordmazedonien müssen Kraftfahrzeuge grundsätzlich auch tagsüber mit Licht fahren.
Je nach Fahrzeug können Tagfahrlicht oder Abblendlicht verwendet werden. Bei schlechter Sicht, Dunkelheit, Regen, Schnee oder Nebel sollte das Abblendlicht eingeschaltet werden.
Bei Fahrzeugen mit automatischem Tagfahrlicht sollte geprüft werden, ob auch die Rückleuchten aktiviert sind.
Alkohol am Steuer
Für die meisten Fahrer gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.
Für bestimmte Fahrergruppen gelten strengere Regeln beziehungsweise ein Alkoholverbot. Dazu können gehören:
- Fahranfänger,
- junge Fahrer,
- Berufsfahrer,
- Fahrer bestimmter Fahrzeugklassen.
Da bereits geringe Mengen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen und besondere Grenzwerte gelten können, ist vollständiger Alkoholverzicht die sicherste Lösung.
Handy am Steuer
Das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist während der Fahrt verboten. Auch das Schreiben von Nachrichten oder Bedienen sozialer Netzwerke lenkt stark ab.
Das Navigationsziel sollte vor Fahrtbeginn eingegeben werden. Muss das Smartphone bedient werden, sollte das Fahrzeug an einer sicheren und erlaubten Stelle angehalten werden.
Gurtpflicht
Sicherheitsgurte müssen auf allen damit ausgestatteten Sitzplätzen angelegt werden. Das gilt für Fahrer und Mitfahrer.
Die im alten Beitrag genannte feste Geldstrafe von 120 Euro sollte nicht als dauerhaft gültiger Betrag angegeben werden. Bußgelder können sich durch Gesetzesänderungen verändern.
Kinder im Auto
Kinder müssen mit einem geeigneten Rückhaltesystem gesichert werden. Maßgeblich sind Alter, Größe und Gewicht des Kindes.
Kinder sollten grundsätzlich auf dem Rücksitz befördert werden. Bei einem rückwärtsgerichteten Kindersitz auf dem Beifahrersitz muss der Frontairbag deaktiviert sein.
Die alte pauschale Aussage, jedes Kind unter zwölf Jahren müsse zwingend hinten sitzen, ist als alleinige Erklärung zu ungenau. Entscheidend sind auch Kindersitz, Körpergröße und Fahrzeugausstattung.
Winterausrüstung
In der winterlichen Jahreszeit gelten Vorschriften zur Winterausrüstung. Je nach Fahrzeug und Bereifung können Winterreifen oder mitgeführte Schneeketten erforderlich sein.
Wer zwischen November und März reist, sollte vorab prüfen:
- ob geeignete Winterreifen montiert sind,
- ob Schneeketten mitgeführt werden müssen,
- welche Straßen befahrbar sind,
- ob für Bergpässe besondere Regeln gelten.
In höheren Regionen kann es trotz milder Bedingungen in den Tälern zu Schnee und Eis kommen.
Fahren im Gebirge
Nordmazedonien ist stark von Bergen geprägt. Auf Nebenstraßen muss mit engen Kurven, starken Steigungen, schlechten Fahrbahnrändern und ungesicherten Abschnitten gerechnet werden.
Wichtige Hinweise:
- vor unübersichtlichen Kurven Geschwindigkeit reduzieren,
- bei Gefälle frühzeitig einen niedrigeren Gang wählen,
- nicht dauerhaft auf der Bremse fahren,
- bei Dunkelheit besonders vorsichtig sein,
- mit Tieren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen rechnen,
- ausreichenden Kraftstoffvorrat einplanen.
Straßenzustand
Die Hauptverkehrsachsen und Autobahnen sind vielfach gut ausgebaut. Auf Landstraßen und in abgelegenen Regionen können jedoch vorkommen:
- Schlaglöcher,
- fehlende Fahrbahnmarkierungen,
- unbeleuchtete Hindernisse,
- langsame Fahrzeuge,
- Tiere auf der Straße,
- Baustellen mit kurzfristiger Verkehrsführung.
Nachtfahrten auf unbekannten Nebenstraßen sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Überholen
Überholt wird links. Auf kurvenreichen Landstraßen sollte nur überholt werden, wenn die Strecke vollständig einsehbar ist.
Riskante Überholmanöver anderer Verkehrsteilnehmer sind möglich. Deshalb sollte ausreichend Abstand gehalten und defensiv gefahren werden.
Parken in Nordmazedonien
In Skopje, Ohrid und anderen Städten bestehen gebührenpflichtige Parkzonen. Die Bezahlung erfolgt je nach Ort:
- am Parkautomaten,
- per SMS,
- über eine App,
- bei einem Parkplatzmitarbeiter,
- in einem Parkhaus.
SMS-Parksysteme können mit einer ausländischen Mobilfunknummer nicht immer funktionieren. Parkautomaten oder bewachte Parkplätze sind für Urlauber häufig einfacher.
Parkverbote und reservierte Flächen sollten genau beachtet werden. Falsch abgestellte Fahrzeuge können abgeschleppt oder mit einer Parkkralle versehen werden.
Pflichtausrüstung im Fahrzeug
Vor der Reise sollte überprüft werden, ob die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung vollständig ist.
Je nach Fahrzeug können dazu gehören:
- Warndreieck,
- Warnweste,
- Verbandmaterial,
- Abschleppseil,
- Ersatzlampen, sofern diese am Fahrzeug austauschbar sind,
- Feuerlöscher bei bestimmten Fahrzeugarten,
- bei Gespannen zusätzliche Warndreiecke.
Bei modernen Fahrzeugen mit fest verbauten LED-Leuchten ist ein klassisches Ersatzlampenset häufig technisch nicht sinnvoll. Dennoch sollte vor Reisebeginn geprüft werden, welche Anforderungen für das konkrete Fahrzeug gelten.
Reservekanister
Ein kleiner Reservekanister kann auf langen Fahrten hilfreich sein. Die zulässige Menge hängt jedoch nicht nur von nordmazedonischen Vorschriften ab, sondern auch von den Regeln der Transit- und Nachbarländer.
Der Kanister muss:
- für Kraftstoff zugelassen sein,
- dicht verschlossen werden,
- sicher gegen Verrutschen befestigt sein,
- vor Hitze geschützt transportiert werden.
Die alte pauschale Angabe, 20 Liter könnten immer zollfrei mitgeführt werden, sollte nicht ohne Prüfung der gesamten Reiseroute übernommen werden.
Bargeld bei der Einreise
Bei der Einreise müssen Bargeld und vergleichbare Zahlungsmittel von mehr als 10.000 Euro bei den Zollbehörden angemeldet werden.
Der Nachweis über die Anmeldung sollte sorgfältig aufbewahrt werden. Er kann bei der späteren Ausreise benötigt werden.
Die Regel betrifft den Wert in Euro beziehungsweise den entsprechenden Gegenwert in anderen Währungen.
Ist der Euro ein offizielles Zahlungsmittel?
Nein. Das offizielle Zahlungsmittel ist der mazedonische Denar.
Euro werden in touristischen Bereichen, an manchen Tankstellen und an Mautstellen teilweise akzeptiert. Eine flächendeckende Annahme besteht jedoch nicht.
In Geschäften, Restaurants und kleineren Betrieben sollte grundsätzlich in Denar bezahlt werden.
Internationale Versicherungskarte
Vor der Fahrt sollte bei der eigenen Kfz-Versicherung geprüft werden, ob Nordmazedonien vom Versicherungsschutz umfasst ist.
Die Internationale Versicherungskarte erleichtert den Nachweis. Das Länderfeld darf nicht gestrichen sein.
Fehlt ein gültiger Versicherungsnachweis, kann an der Grenze der Abschluss einer zusätzlichen Grenzversicherung erforderlich werden.
Mit einem fremden Fahrzeug einreisen
Ist der Fahrer nicht als Halter in der Zulassungsbescheinigung eingetragen, sollte eine schriftliche Nutzungsvollmacht mitgeführt werden.
Dies gilt besonders bei:
- Firmenwagen,
- geleasten Fahrzeugen,
- Fahrzeugen von Familienangehörigen,
- geliehenen Autos.
Die Vollmacht sollte möglichst auf Englisch verfasst und vom Halter unterschrieben sein.
Verkehrsunfall in Nordmazedonien
Bei einem Unfall sollte zuerst die Unfallstelle abgesichert werden:
- Warnblinkanlage einschalten.
- Warnweste anziehen.
- Warndreieck aufstellen.
- Verletzten Erste Hilfe leisten.
- Bei Verletzten oder Gefahren die 112 anrufen.
Die Polizei sollte insbesondere verständigt werden, wenn:
- Personen verletzt wurden,
- größerer Sachschaden entstanden ist,
- die Beteiligten sich nicht einigen können,
- Alkohol oder Drogen vermutet werden,
- Fahrzeug- oder Versicherungsdokumente fehlen,
- ein ausländisches Fahrzeug beteiligt ist,
- ein Unfallbeteiligter flüchtet.
Ein Europäischer Unfallbericht sollte im Fahrzeug liegen. Zusätzlich sind Fotos von Unfallstelle, Kennzeichen, Schäden und Dokumenten hilfreich.
Notrufnummern
| Nummer | Dienst |
|---|---|
| 112 | Einheitlicher europäischer Notruf |
| 192 | Polizei |
| 193 | Feuerwehr |
| 194 | Rettungsdienst |
Für ausländische Reisende ist die 112 die wichtigste Nummer. Sie kann für Polizei, Feuerwehr und medizinische Notfälle verwendet werden.
Panne in Nordmazedonien
Bei einer Panne sollte das Fahrzeug möglichst weit von der Fahrbahn entfernt abgestellt werden.
Danach:
- Warnblinkanlage einschalten,
- Warnweste anlegen,
- Warndreieck aufstellen,
- hinter einer Leitplanke oder in sicherem Abstand warten,
- Pannendienst oder Versicherung kontaktieren.
Auf Autobahnen sollte das Fahrzeug nur verlassen werden, wenn dies sicher möglich ist.
Autofahrt nach Nordmazedonien
Von Deutschland führen übliche Routen über mehrere Länder. Häufige Varianten verlaufen:
- über Österreich, Slowenien, Kroatien und Serbien,
- über Österreich, Ungarn und Serbien,
- über Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Serbien.
Je nach Route fallen Vignetten, Mautgebühren und unterschiedliche Verkehrsregeln an.
Vor der Abreise sollten geprüft werden:
- Vignetten der Transitländer,
- gültiger Versicherungsschutz,
- Grenzwartezeiten,
- Fahrzeugausrüstung,
- Roamingkosten,
- Kraftstoffpreise entlang der Route.
Transit durch Serbien
Viele Autofahrer erreichen Nordmazedonien über Serbien. Auf serbischen Autobahnen wird ebenfalls streckenbezogene Maut erhoben.
Während der Hauptreisezeit können an den Grenzübergängen längere Wartezeiten entstehen. Das gilt besonders an Wochenenden und während der Sommerferien.
Vor der Grenze sollten:
- Tankinhalt,
- Wasser und Verpflegung,
- Fahrzeugklimatisierung,
- Dokumente
kontrolliert werden.
Reiseziele in Nordmazedonien

Nordmazedonien ist ein kompaktes, aber landschaftlich vielfältiges Reiseland. Viele Ziele lassen sich mit dem Auto erreichen.
Skopje
Skopje ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Steinbrücke, der Alte Basar, die Festung Kale und zahlreiche Museen.
Der Verkehr kann dicht und unübersichtlich sein. Für einen Stadtbesuch empfiehlt sich ein bewachter Parkplatz oder eine Unterkunft mit Stellplatz.
Ohrid und Ohridsee
Ohrid gehört zu den bekanntesten Reisezielen des Landes. Die historische Stadt und der Ohridsee sind für Kirchen, Klöster, Strände und eine eindrucksvolle Landschaft bekannt.
In der Hauptsaison können Parkplätze knapp sein. Unterkünfte mit eigenem Parkplatz sind deshalb vorteilhaft.
Struga
Struga liegt ebenfalls am Ohridsee. Die Stadt ist für ihre Uferpromenade und den Abfluss des Schwarzen Drin aus dem See bekannt.
Bitola
Bitola liegt im Süden des Landes und besitzt eine gut erhaltene Innenstadt. In der Nähe befindet sich die antike Ausgrabungsstätte Herakleia Lynkestis.
Mavrovo-Nationalpark
Der Mavrovo-Nationalpark bietet Berge, Wälder, Seen und Wanderwege. Im Winter ist die Region außerdem für Wintersport bekannt.
Vor Fahrten in abgelegene Bereiche sollte ausreichend getankt werden.
Tetovo und Šar-Gebirge
Tetovo liegt westlich von Skopje am Fuß des Šar-Gebirges. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehört die Bunte Moschee.
Das Skigebiet Popova Šapka liegt oberhalb der Stadt. Im Winter können Schneeketten oder wintertaugliche Reifen erforderlich sein.
Prilep
Prilep ist für Tabakanbau, historische Klöster und auffällige Felslandschaften bekannt.
Kruševo
Kruševo liegt hoch in den Bergen und gehört zu den höchstgelegenen Städten des Landes. Die Zufahrtsstraßen sind kurvenreich und im Winter anspruchsvoll.
Prespasee
Der Prespasee liegt im Grenzgebiet zu Griechenland und Albanien. Die Region ist ruhiger als der Ohridsee und eignet sich für Natururlaub.
Dojransee
Der Dojransee befindet sich nahe der griechischen Grenze. Er ist besonders im Sommer ein Ziel für Bade- und Campingurlauber.
Klima und Reisezeit
Das Klima ist überwiegend kontinental. Die Sommer können heiß und trocken sein, während die Winter insbesondere in höheren Lagen kalt und schneereich werden.
Im Sommer sind Temperaturen von mehr als 30 Grad möglich. Bei längeren Fahrten sollten ausreichend Wasser und regelmäßige Pausen eingeplant werden.
Im Winter können Gebirgsstraßen durch Schnee, Eis und Nebel erschwert werden.
Fahren bei großer Hitze
Bei hohen Sommertemperaturen sollte vor der Reise kontrolliert werden:
- Kühlmittelstand,
- Motoröl,
- Reifendruck,
- Klimaanlage,
- Batteriezustand.
Kinder und Tiere dürfen niemals in einem abgestellten Fahrzeug zurückgelassen werden. Der Innenraum kann sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.
Die nordmazedonische Küche

Die Küche Nordmazedoniens verbindet Einflüsse aus dem Balkan, dem Mittelmeerraum und der osmanischen Küche.
Bekannte Speisen sind:
- Tavče gravče: im Tontopf gebackene Bohnen,
- Ćevapi: gegrillte Hackfleischröllchen,
- Ajvar: Paprikazubereitung,
- Šopska-Salat: Salat aus Tomaten, Gurken, Paprika und Käse,
- Pastrmajlija: längliches Teiggericht mit Fleisch,
- Fischgerichte am Ohridsee.
Bekannte Getränke sind Wein, Bier, Kaffee und Rakija. Wer Alkohol trinkt, sollte anschließend nicht mehr fahren.
Sprache und Verständigung
Die Amtssprache ist Mazedonisch. In vielen Regionen wird außerdem Albanisch gesprochen.
Weitere verbreitete Sprachen sind je nach Region:
- Türkisch,
- Serbisch,
- Romani,
- Englisch, besonders im Tourismus.
Mazedonisch wird überwiegend in kyrillischer Schrift geschrieben. Auf wichtigen Straßen sind Ortsnamen häufig zusätzlich in lateinischer Schrift angegeben.
Sicherheit an Tankstellen und Parkplätzen
Wie in anderen Reiseländern sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
- Fahrzeug beim Bezahlen abschließen.
- Wertsachen nicht sichtbar liegen lassen.
- Reisedokumente sicher aufbewahren.
- Nur an gut beleuchteten Plätzen halten.
- Beim Bezahlen Wechselgeld kontrollieren.
- Kartenabrechnungen und Belege prüfen.
Bei einem Mietwagen sollte Gepäck möglichst nicht über längere Zeit sichtbar im Fahrzeug bleiben.
Häufige Fragen zum Tanken in Nordmazedonien
Wie heißt Superbenzin in Nordmazedonien?
Benzin mit 95 Oktan wird häufig als Eurosuper 95, BMB 95 oder Super 95 angeboten.
Wie heißt Super Plus?
Benzin mit 98 Oktan kann als Eurosuper 98, BMB 98 oder Super Plus bezeichnet sein.
Wie heißt Diesel?
Diesel wird als Dizel oder Eurodizel bezeichnet.
Kann man E10 tanken?
Je nach Tankstelle und Anbieter kann Benzin mit E10 erhältlich sein. Entscheidend ist das runde E5- oder E10-Symbol an Zapfsäule und Zapfpistole.
Kann man mit Euro bezahlen?
An einigen Tankstellen und Mautstellen werden Euro angenommen. Das offizielle Zahlungsmittel ist jedoch der Denar. Für kleinere Betriebe sollte man Denar mitführen.
Kann man mit Karte bezahlen?
Größere Tankstellen akzeptieren häufig Visa und Mastercard. In abgelegenen Regionen sollte zusätzlich Bargeld vorhanden sein.
Ist das Tankstellennetz gut ausgebaut?
Auf Autobahnen und in Städten ist die Versorgung gut. In abgelegenen Gebirgsregionen können die Abstände größer sein.
Gibt es eine Vignette?
Nein. Für Pkw gibt es keine allgemeine Autobahnvignette. Die Maut wird an einzelnen Mautstationen bezahlt.
Kann man die Maut mit Euro zahlen?
Ja. Die staatliche Straßenverwaltung nennt neben Denar auch Euro, Bankkarten und elektronische Zahlungsmittel als mögliche Zahlungsarten.
Muss man den Mautbeleg aufbewahren?
Ja. Der Beleg sollte während der Fahrt im Fahrzeug verbleiben und bei einer Kontrolle vorgezeigt werden können.
Wie schnell darf man auf der Autobahn fahren?
Für gewöhnliche Pkw gelten abhängig von Strecke und Beschilderung bis zu 130 km/h.
Gilt eine Lichtpflicht?
Ja. Auch tagsüber muss mit Licht gefahren werden.
Wie hoch ist die Promillegrenze?
Für die meisten Fahrer gilt 0,5 Promille. Für Fahranfänger, junge Fahrer und bestimmte Berufsfahrer gelten strengere Bestimmungen.
Welche Notrufnummer gilt?
Der einheitliche europäische Notruf lautet 112.
Wie lautet das Länderkennzeichen?
Das aktuelle internationale Kfz-Länderzeichen lautet NMK. Die frühere Abkürzung MK ist noch an älteren Fahrzeugen und in älteren Veröffentlichungen zu finden.
Benötigt man die grüne Versicherungskarte?
Die Internationale Versicherungskarte ist dringend empfehlenswert. Vor der Reise sollte geprüft werden, ob Nordmazedonien ausdrücklich vom Versicherungsschutz umfasst ist.
Darf man mit einem Mietwagen nach Griechenland oder Albanien fahren?
Nur mit vorheriger Erlaubnis des Vermieters. Häufig sind zusätzliche Unterlagen, Versicherungen und Gebühren erforderlich.
Fazit
Das Tanken in Nordmazedonien ist auf den wichtigsten Reiserouten unkompliziert. Benzin wird häufig als Eurosuper oder BMB 95 beziehungsweise 98 bezeichnet. Diesel ist als Dizel oder Eurodizel erhältlich. Autogas wird an vielen größeren Stationen als LPG oder Plin angeboten.
Bezahlt wird am zuverlässigsten in mazedonischen Denar oder mit einer international nutzbaren Bankkarte. Euro werden an manchen Tankstellen und an den offiziellen Mautstellen akzeptiert, sind jedoch kein allgemeines gesetzliches Zahlungsmittel.
Auf mehreren Autobahnabschnitten wird Maut an festen Stationen erhoben. Eine Vignette ist für Pkw nicht erforderlich. Mautbelege sollten während der Fahrt aufbewahrt werden.
Autofahrer müssen außerdem die ganzjährige Lichtpflicht, die örtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Vorschriften zur Winterausrüstung beachten. Wer die Hauptstraßen verlässt und Gebirgsregionen erkundet, sollte rechtzeitig tanken und insbesondere im Winter mit schwierigen Straßenverhältnissen rechnen.
Mit einer guten Vorbereitung lassen sich Skopje, Ohrid, Bitola, Mavrovo, der Prespasee und zahlreiche weitere Reiseziele flexibel mit dem Auto entdecken.
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