Tanken in Frankreich

Urlaub und Tanken in Frankreich

Sie fahren mit dem Auto nach Frankreich in den Urlaub oder wollen sich dort einen Leihwagen nehmen? Dann sollten sie sich mit dem Tanken in Frankreich beschäftigen. So tragen die Benzinsorten dort andere Bezeichnungen als bei uns.

Was macht Frankreich als Urlaubsziel aus?

Auch muss man einige Besonderheiten beachten. Hier finden sie einige Tipps zum Tanken und den Urlaub in Frankreich für sie zusammen gestellt. Besonders beliebt unter Touristen sind neben der Hauptstadt Paris, die Skigebiete und die südfranzösischen Küstenorte. Frankreich ist auch unter den Deutschen sehr beliebt, so ist jeder 30. Tourist dort ein Deutscher und mitunter sind in Frankreich jährlich mehr Touristen unterwegs als Einwohner. Gerade für deutsche Touristen bietet sich aufgrund der Nähe eine Anreise mit dem Auto an. Was sie beim Tanken in Frankreich beachten sollten erfahren sie im nächsten Absatz.

Tanken in Frankreich

In Frankreich gibt es ein dichtes Netz an Tankstellen. Sie befinden sich an den Autobahnen, Nationalstraßen in Gewerbegebieten oder direkt an großen Supermarktketten. Gerade an den Supermarktketten den Hypermarchés wie Leclerc, Carrefour ist das Benzin meist billiger, da man hofft, dass die Kunden auch im Supermarkt einkaufen.

In Frankreich darf ein Reservekanister nur mit 10 Litern befüllt sein, anders als in Deutschland wo 20 Liter erlaubt sind

Welche Bezeichnungen für die Kraftstoffe gibt es beim Tanken in Frankreich?

Der Eiffelturm, beim Tanken in Frankreich tragen die Kraftstoffsorten andere Bezeichnungen als bei uns. Hier finden sie auch einige Reisetipps für Frankreich.

Der Eiffelturm, beim Tanken in Frankreich tragen die Kraftstoffsorten andere Bezeichnungen als bei uns. Hier finden sie auch einige Reisetipps für Frankreich.

Das Sortiment der Kraftstoffe an den Tankstellen in Frankreich ist ähnlich groß wie bei uns. Die Bezeichungen beim Tanken in Frankreich lauten wie folgt:

  • sans plomb 95 oder SP95 für Super E5
  • SP95 E10 für Super E10
  • sans plomb 98 oder SP98 für Super Plus
  • super für verbleites Superbenzin
  • Diesel für Diesel
  • GPL (Gaz de pétrole liquéfié) für Autogas (LPG)
  • GNV (gaz naturel pour véhicules) für Erdgas (CNG)
  • GNL für LNG

Wie bezahlt man beim Tanken in Frankreich?

Wie in Deutschland hat man hier die Wahl Bar oder mit Karte zu bezahlen. Außerhalb der Öffnungszeiten der Tankstellen besteht die Möglichkeit der Selbstbedienung an Tankautomaten. Hier zahlt man mit einer EC-Karte und dem zugehörigen PIN. Alternativ kann auch eine Kreditkarte mit PIN verwendet werden. Das Menü der Tankautomaten kann in verschiedene Sprachen umgestellt werden. Nach dem Tanken in Frankreich sollte man nicht vergessen sich eine Quittung am Automaten ausdrucken zu lassen.

Welche Tempolimits gelten in Frankreich?

Tempolimits in Frankreich

Ort erlaubte Höchstgeschwindigkeit
innerorts 50 km/h
außerorts 90 km/h (80 km/h für Führerscheineulingen in den ersten 3 Jahren)
Schnellstraßen 110 km/h (100 km/h für Führerscheineulingen in den ersten 3 Jahren)
Autobahnen 130 km/h (110 km/h für Führerscheineulingen in den ersten 3 Jahren)

Die Fahrweise der Franzosen

Die Fahrweise der Franzosen wirkt auf ausländische Besucher mitunter hektisch und chaotisch. Auch mangelt es nicht an Verkehrsschildern so weisen sogar Hinweisschilder auf ein kommendes Stoppschild hin, in Kreisverkehren fehlen häufig Fahrbahnmarkierungen, der Blinker wird selten benutzt und man wird sogar rechts überholt. Hier gilt es Ruhe zu bewahren.

Wer einen gültigen Führerschein hat und über 18 ist kann ein PKW in Frankreich führen. Mitzuführen sind Führerschein, Versicherungspapiere und Zulassungsbescheinigung für den Fall einer Verkehrskontrolle.

Die Vorfahrt in Frankreich

Straßenbahnen müssen von rechts überholt werden. Straßenbahnen haben allerdings grundsätzlich Vorfahrt.

Vorfahrt hat man auch wenn man in den Kreisverkehr einfährt, es sei denn entsprechende Vorfahrtsschilder vor dem Kreisverkehr regeln die Vorfahrt anders.

Sieht man einen „Gelbblinkenden Pfeil darf man trotz „Rot“ abbiegen. Allerdings hat hier der Querverkehr Vorfahrt die man beachten muss. Man darf also nur unter Beachtung der Vorfahrt abbiegen. Eine ähnliche Regelung bezüglich der Vorfahrt gilt hier auch in Polen.

Beim Einfahren in ein Kreisverkehr haben einfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt. Jedoch gibt es meist ein Schild „Vous n’avez pas la priorité“ also „Sie haben keine Vorfahrt“ für die einfahrenden Fahrzeuge, so dass die im Kreisverkehr befindlichen Fahrzeuge die Vorfahrt haben. Bei mehrspurigen Kreisverkehren haben die inneren Spuren Vorfahrt vor den äußeren.

An Bergstraßen gilt, das bergaufwärts fahrende Fahrzeug hat immer Vorfahrt. Wer also bergabwärts fährt muss unter Umständen sogar zurück setzen, wenn eine mögliche Ausweichmöglichkeit sich erst weiter oben am Berg befindet. Hier sollte man also besonder vorausschauend fahrend, um sich Stress beim rückwärts Fahren zu ersparen.

Alkohol am Steuer in Frankreich

Frankreich ist berühmt für seine ausgezeichneten Weine. Man sollte jedoch die Promillegrenzen beachten In Frankreich gilt eine Promillegrenze von 0,5 wie in Deutschland.

Frankreich ist berühmt für seine ausgezeichneten Weine. Man sollte jedoch die Promillegrenzen beachten In Frankreich gilt eine Promillegrenze von 0,5 wie in Deutschland.

Bis zum 2013 war es Pflicht, auch für Urlauber, einen eigenen Alkoholtester mit sich zu führen.

Im Moment wurde diese Verpflichtung aufgehoben.

Grundsätzlich gilt hier ein Alkohollimit von 0,5 Promille wie in Deutschland.

  • Wer zwischen 0,5 und 0,8 Promille hat bekommt ein Bußgeld von 135€.
  • Werte über 0,8 Promille am Steuer können mit bis zu 4500€ Bußgeld und 2 Jahren Gefängnis geahndet werden
  • Wer zusätzlich noch Drogen konsumiert hat zum Alkoholkonsum kann mit bis zu 9000€ und 3 Jahren Haft bestraft werden.
  • Grundsätzlich werden Bußgelder und Verstöße in 5 Klassen unterteilt. Klasse 1 ist hier die geringste Stufe

Es gibt Einmalmaltester für einen Euro an den Tankstellen in Frankreich. Man muss einen unbenutzten Tester mit sich führen, auch Touristen und Durchreisende. Nur Mofa-Fahrer sind hier von ausgenommen.

Die Geräte müssen der französischen Norm „NF“ entsprechen, egal ob es sich um Einwegtester oder elektronische Geräte handelt, die öfters genutzt werden können.

Auch hier gilt es sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten, da die Bußgelder auch in Deutschland vollstreckt werden.

Begleicht man sie nicht kann es beim nächsten Urlaub in Frankreich zu Problemen führen.

Mehr zu den Bußgeldern in Frankreich erfahren sie in den folgenden Abschnitten.

Was sollte man bei Bußgeldern in Frankreich beachten, erhält man sie nach Deutschland zugestellt?

Bußgelder über 70€ werden auch in Deutschland vollstreckt, begleicht man sie nicht, kann das Fahrzeug bei wiederholter Einfahrt nach Frankreich sogar konfisziert werden.

Nach einem EU-Abkommen von 2010 werden Bußgelder ab 70€ auch in anderen Ländern eingetrieben. So muss man damit rechnen den Bußgeldbescheid aus dem Urlaub in Frankreich in den Briefkasten zu Hause nach Deutschland zu bekommen, wenn das Bußgeld inklusive Gebühren 70€ übersteigt.

Geschwindigkeitsüberschreitungen in Frankreich, wo liegen hier die Tempolimits?

Der Trimumphbogen in Paris, auf den Straßen sollte man die Tempolimits einhalten: 50 km/h innerorts und 90 km/h außerorts darf man in Frankreich maximal fahren. Auf Autobahnen und Schnellstraßen sind 130 km/h bzw. 110 km/h erlaubt.

Der Trimumphbogen in Paris, auf den Straßen sollte man die Tempolimits einhalten: 50 km/h innerorts und 90 km/h außerorts darf man in Frankreich maximal fahren. Auf Autobahnen und Schnellstraßen sind 130 km/h bzw. 110 km/h erlaubt.

In Frankreich gelten folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen;:

  • Innerorts sind 50 km/h erlaubt
  • Außerorts sind 90 km/h erlaubt
  • Auf Schnellstraßen und Autobahnen sind jeweils 110 km/h und 130 km/h  erlaubt

Hat man den Führerschein noch keine 2 Jahre (Führerscheinneulingen) gelten geringe Grenzwerte für die Tempolimits und für die Alkoholgrenze.

So sind dann nur 110 km/h auf der Autobahn, 100 km/h auf der Schnellstraße und 80 km/h außerorts erlaubt.

Wer sich nicht an die vorgeschriebenen zulässigen Höchstgeschwindigkeiten hält muss mit Bußgeldern rechnen, die auch nach Deutschland zugestellt werden.

Wie hoch dieses bei Geschwindigkeitsvergehen ausfallen erfahren sie im nächsten Abschnitt.

Wie hoch sind die Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen in Frankreich?

  • Mit 20 km/h zu schnell geblitzt werden kostet 68€, wer sofort in Frankreich zahlt, muss nur 45€. Zahlt man erst später kann sich das Bußgeld mit Gebühren rasch auf 180€ erhöhen. Man sollte also lieber sofort zahlen.
  • Eine Überschreitung des Tempolimits von 20 km/h kostet schon 135€, die Strafen sind hier also recht hoch.
  • War man zu schnell unterwegs muss man für Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Bußgelder von 45 bis 1500 € rechnen.

Was gilt es bei Blitzern und Radarwarnern in Frankreich zu beachten?

Es gibt feste und mobile Blitzer. Eine Zeit lang wurde mit Hinweisschildern vor aufgestellten Blitzern gewarnt. Also ähnlich wie in Süddeutschland. Dieses ist nicht mehr so. Wer einen Radarwarner nutzt, zum Beispiel im Navigationssystem muss mit einer Strafe rechnen.

Seit 2012 ist nicht nur das Benutzen, sondern auch das Mitführen von mobilen Radarwarnern, Navigationssystemen mit Radarwarnern und Handys mit Radarwarnern verboten. Hier drohen Bußgelder von bis zu 1500€. Die POIs also Points of interests die von den Geräten geboten werden und vor festen oder mobilen Blitzern warnen sind hier im Visier der Polizei.

Beim Tanken in Frankreich sollte man also darauf achten solche Geräte nicht mit zu führen, um solch hohe Bußgelder bei einer Polizeikontrolle zu vermeiden.

Mautpflichtige Strecken in Frankreich

Die Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen richtet sich auch nach der Fahrzeughöhe, was gerade bei Wohnmobilen ab 3 m interessant wird, da man hier mehr zahlen muss. PKWs zahlen um die 7 Cent pro Kilometer. Vielfahrer können auch ein Abonnement erwerben. Gezahlt werden kann mit EC-Karten (Maestro), Kreditkarten (Mastercard, Visacard) und Tankkarten (Total, DKV, UTA).

Was man über mautpflichtige Streckenabschnitte in Frankreich wissen sollte, ist das nicht jede Autobahn mautpflichtig ist. Man kann unterscheidet hier:

  • gebührenpflichtige Autobahnen (autoroute) die mit einem blauen Schild (péage) gekennzeichnet sind
  • mautfreie Bundesstraßen (routes nationales) erkennt man an grünen Schilder
  • da hier keine Vignette wie in Österreich Pflicht ist, sondern streckenweise kassiert wird, zahlt man die Maut an der ersten Mautstation in dem man ein Ticket zieht. Auf den mautpflichten Strecken folgt man den grünen Kreuzen.

Bußgelder in Frankreich

Da Bußgelder ab 70€ inkl. Gebühren auch nach Deutschland zugestellt werden und man nicht die allgemeine Verkehrssicherheit gefährden sollte gilt es die Bußgelder in Frankreich zu beachten. Hier finden sie tabellarisch einige Bußgelder aufgeführt die in Frankreich gelten:

Bußgelder in Frankreich

Vergehen Bußgeld
Geschwindikgeitsüberschreitungen unter 20 km/h innerorts 135 bis 375€
Geschwindikgeitsüberschreitungen unter 20 km/h außerorts 68 bis 180€
Geschwindikgeitsüberschreitungen zwischen 20 und 49 km/h zu schnell 135 bis 375€
Geschwindikgeitsüberschreitungen mindestens 50 km/h zu schnell bis 1500€
Handyverbot missachtet 135€
Verstöße beim Parken ab 20€
Navigationsgerät mit Verkehrswarner mitgeführt bis 1500€
nicht mitgeführte Warnweste oder Warndreieck 135€
ohne Gurt gefahren pro Person 135€
Alkohol am Steuer von 0,5 bis 0,8 Promille 135€
Alkohol am Steuer mit über 0,8 Promille bis 4500€ und 2 Jahre Haft
Mit Drogen am Steuer bis 4500€ und 2 Jahre Haft
Drogen und Alkohol über 0,8 Promille am Steuer bis 9000€ und bis 3 Jahre Haft
Kind unter 10 Jahren saß verbotenerweise auf dem Beifahrersitz ab 90€

Was man noch bei der Reise nach Frankreich beachten sollte

Abgesehen vom Tanken in Frankreich sind noch folgende Reise-Tipps interessant:

  • Die Maut wird streckenweise fällig, eine Vignette wie in Österreich entfällt hier also
  • Falschparken kostet 15€ aufwärts
  • Kinder unter 10 Jahren müssen auf den Rücksitzen transportiert werden. Auch eine Gurtpflicht gibt es in Frankreich. Unter 10 Jahren kann ein Kind auf dem Beifahrersitz sitzen, wenn ein entsprechender Kindersitz und Haltegurt vorhanden sind, bereits 2 Kinder unter 10 Jahren auf dem Rücksitz sitzen oder kein Rücksitz vorhanden ist.
  • Das Mitführen einer Warnweste und Warndreieck ist Pflicht. Hat man keine werden 135€ fällig als Bußgeld.
  • Bis 2012 konnten Kinder mit im Reisepass eingetragen sein, jetzt muss jeder Reisenden ein eigenes Reisedokument bei sich führen.
  • Bei einem Unfall erreicht man die Polizei unter der Rufnummer 17 und die Feuerwehr und der 18
  • Bei Regen, Schnee und in Tunneln muss man mit Abblendlicht fahren. Tagsüber gilt es als empfohlen, aber wird kaum eingehalten.
  • Bei Parkverboten gilt: durchgezogene Streifen am Fahrbahnrand sind absolute Halteverbote, gestrichelte Parkverbote, blaue Linien ist Parken nur mit Berechtigung wie z.B. mit Parkscheibe.
  • Ein Verbandskasten ist keine Pflicht, es gibt aber die gesetzliche Pflicht der Hilfeleistung bei einem Unfall
  • An Ampeln folgt dem „Rot“ sofort das „Grün“ ohne Gelbphase, eine Haltelinie gibt es nicht, es wird sich an der kleinen Zusatzlampe auf Augenhöhe orientiert.
  • Rotes Licht im Kreuzformat auf der gegenüberliegenden Straßenseite bedeutet, dass der Gegenverkehr „Rot“ hat.
  • Privates Abschleppen ist verboten
  • Sind 3 Spuren vorhanden dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen oder 7 Meter Gesamtlänge nur die beiden rechten benutzen.
  • Wenn auf Bergstraßen entsprechende Schilder angebracht sind, sind Winterreifen Pflicht.
  • In Frankreich gibt es 12 Feiertage und im Elsass und Lothringen, gibt es 2 weitere, wie in Deutschland, nämlich Karfreitag und der 2. Weihnachtsfeiertag. In Überseegebieten wie Matinique, Mayotte, Gaudeloupe, Le Reunion wird zusätzlich noch ein Feiertag zur Abschaffung der Sklaverei gefeiert.
  • Aktuelle Benzinpreise in Frankreich erhält man auf der Seite der Regierung.

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