Spritverbrauch zu hoch

Stimmt der Spritverbrauch nicht kann ein technischer Defekt vorliegen

Ist der Spritverbrauch zu hoch kann das verschieden Ursachen haben. Hier erfahren sie Faktoren die den Spritverbrauch in die Höhe treiben.

Ist der Spritverbrauch zu hoch kann es am Fahrstile und anderen Faktoren liegen oder an einem technischen Defekt.
Ist der Spritverbrauch zu hoch kann es am Fahrstil und anderen Faktoren liegen oder an einem technischen Defekt.

Es muss nicht unbedingt ein Defekt vorliegen wenn der Spritverbrauch zu hoch. Eventuell liegt es auch an Kleinigkeiten die sie leicht beheben können.

So haben verschiedene Beladungen, die Fahrt von Kurz- oder Langstrecken, die Jahreszeit Sommer oder Winter etc. Einfluss auf einen schwankenden Spritverbrauch.

Den Spritverbrauch ihres Autos können sie bequem hier ermitteln.

Man sollte auch nicht von den Verbrauchsangaben der Hersteller ausgehen, denn diese werden leider in der Realität nie erreich, da sie unter bestimmten Bedingungen im Labor gemessen werden.

Genaueres hierzu finden sie auf der Sonderseite zu den Verbrauchsangaben von Autos.

Spritverbrauch zu hoch woran kann es liegen?

Benziner unterliegen was den Kraftstoffverbrauch angeht größeren Schwankungen als Diesel.

Das größte Einsparpotential hat man allerdings selbst in der Hand bzw. im Fuß. Denn mit der richtigen Fahrweise sind der Spritverbrauch rapide. Nützliche Tipps wie man Spirt sparend fährt können sie hier nachlesen.

Ob ein erhöhter Spritverbrauch auf einen Defekt zurück zu führen lässt ist meist mit einer aufwendigen Fehlersuche verbunden. Denn ein technischer Defekt muss sich nicht in einem stark gestiegenem Verbrauch niederschlagen. Manchmal sind es nur ein paar Prozent und nicht gleich der doppelte Verbrauch.

Auffällig ist es besonders, wenn sich an der Fahrweise, dem Fahrer, der Strecke also den Parametern grundsätzlich nichts ändert, aber der Verbrauch messbar schwankt. Dann kann durchaus ein Defekt am Motor für den zu hohen Spritverbrauch sorgen. Auch das Verkehrsaufkommen kann den Verbrauch massiv verändert. So kosten Stop-and-Go-Fahrten besonders viel Sprit da man immer wieder aufs neue beschleunigen muss.

Bevor man jedoch mit dem Verdacht eines technischen Defekts in die Werkstatt geht sollte man erst einige Dinge überprüfen die den Spritverbrauch erhöhen und leicht behoben werden können.

Welche Dinge sollte man beachten die den Spritverbrauch erhöhen?

Der falsche Reifendruck kann den Kraftstoffverbrauch merklich erhöhen.So beginnt es mit den Reifen. Weisen diese nämlich einen zu geringen Druck auf sinkt nicht nur die Verkehrssicherheit, der Verschleiß steigt und vor allen Dingen auch der Spritverbrauch. Hier sind bis zu 30% Mehrverbrauch mit zu niedrigem Reifendruck möglich.

Die Reifen können problemlos mit bis zu 0,5 Bar mehr aufgepumpt werden als die vorgegeben Reifendruckangaben. Dadurch sinkt der Rollwiderstand und somit der Verbrauch.

Auch ein erhöhter Luftwiderstand durch Dachboxen, Gepäckträger oder Fahrradträger kann den Verbrauch drastisch erhöhen. In diesem Zusammenhang sollte man überprüfen ob nicht eine Verkleidungsteil am Auto bzw. unter dem Auto sich gelöst hat und so den Luftwiderstand und damit den Verbrauch gerade auf Autobahnen und auf Landstraßen erhöht. Denn mit steigender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand im Quadrat zu.

Wichtig ist auch das der Luftfilter nicht verschmutzt ist. Denn dann stimmt das Mischverhältnis von Luft und Treibstoff nicht mehr optimal und der Spritverbrauch erhöht sich. Der Motor erhält nicht mehr die benötigte Menge an Luft.

Auch eine regelmäßige Autowartung ist wichtig, um den Verbrauch und Verschleiß niedrig zu halten.

Mechanische Defekte können den Verbrauch erhöhen

Defekte Lager können den Verbrauch erhöhen.
Defekte Lager können den Verbrauch erhöhen.

Auch jedes Lager welches nicht mehr einwandfrei beweglich ist an Getriebewellen, Motorwellen etc. erhöht den Widerstand bei jeder Drehung und somit den Verbrauch. Defekte an diesen Stellen sind jedoch nur schwer auszumachen. Wenn sie derartig stark sind, dass sie sich merklich auf den Verbrauch auswirken kommt es meist auch zu Folgeerscheinungen. Man hört also zum Beispiel Schleifgeräusche je nach gewähltem Gang bzw. Drehzahl.

Auch die Radlager an den Rädern können wenn sie Defekte aufweisen den Verbrauch erhöhen. Leider kann man auch hier Defekte nicht so einfach feststellen.

Sollten die Bremsen „hängen“ lässt sich das allerdings einfach überprüfen. Wenn man das Fahrzeug bei geringer Geschwindigkeit rollen lässt und der Wagen abrupt zum stehen kommt ist dieses ein Indiz dafür, dass der Freilauf der Bremsen nicht mehr stimmt und der Bremskolben festsitzt. Um raus zu finden welches Rad hier der Übeltäter ist kann man man eventuell durch Fühlen. Denn an dem Rad an dem die Bremse festsitzt ist für gewöhnlich die Felge wärmer durch die entstandene Reibung. Am einfachsten lässt es sich auf einer Hebebühne durch Drehen am Rad feststellen. Sitz die Bremse fest bzw. Schleifen die Bremsklötze hört man Schleifgeräusche und das Rad dreht nicht so leichtgängig wie die anderen.

Eventuell lässt sich auch ohne Hebebühne erkennen ob die Bremsklötze dauerhaft an den Bremsscheiben anliegen und den Verbrauch in die Höhe treiben.

Defekte Elektronik kann verantwortlich sein wenn der Spritverbrauch zu hoch ist

Ist der Verbrauch zu hoch kann die Elektronik schuld sein.
Ist der Verbrauch zu hoch kann die Elektronik schuld sein.

Auch eine defekte Elektronik kann neben einer defekten Mechanik den Verbrauch erhöhen. Ist der Verbrauch auffällig hoch muss nicht unbedingt das Steuergerät schuld sein. Es gibt auch eine Vielzahl von Sensoren, die bei einem defekt ausfallen bzw. falsche Werte Liefern.

Die von den Sensoren übermittelten Daten nutzt das Motorsteuergerät um den Zündzeitpunkt und die Menge und Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung zu bestimmen. So können folgende Sensoren in Frage bei erhöhtem Verbrauch: die Lambdasonde, Nockenwellensensor, Klopfsensor, Kühlmitteltemperatursensor, OT-Sensor, Kurbelwellensensor, Luftmassenmesser und Lufttemperatursensor.

Stimmen die gelieferten Informationen von einem oder mehreren Sensoren nicht kann der Verbrauch schnell steigen. Fällt ein Sensor aus geht meist eine Kontrollleuchte, die Motorkontrollleuchte an und der Motor arbeitet im Notlaufprogramm weiter also spürbar unruhig und ruckelnd. Dadurch erreicht er nicht mehr die volle Leistung wird aber vor weiteren Schäden geschützt. Es steht dann die vorsichtige, langsame Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt an.

Defekte Sensoren werden auch im Fehlerspeicher des Motorsteuergerätes registriert, liest man diesen aus kann man einem Fehler auf die Spur kommen. Signal unplausibel oder ähnliches findet sich dann zu dem Sensor im Fehlerspeicher vermerkt. Mitunter lässt sich aber kein Vermerk im Fehlerspeicher finden. Die Werkstatt tauscht dann einige Sensoren auch auf Verdacht aus, was den Fehler beheben kann.

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