Führerscheinprüfung

Die Führerscheinprüfung

Zum Erwerb des Führerscheines der Klasse B (PKW) bei der Führerscheinprüfung ist das Bestehen eine praktischen und theoretischen Teiles notwendig.

Dasselbe gilt für die Klassen BE (PKW mit Anhänger), C1 (LKW), C1E (LKW mit Anhänger), D (Bus) und D1 (Bus mit Anhänger). Möchte man nur die Klasse L1 (Zugmaschine, Traktor) erlangen reicht eine theoretische Prüfung.

Darüber hinaus muss noch ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Sehtest absolviert werden. Der Sehtest kann beim Augenarzt oder Optiker stattfinden. Auch ein gültiger Personalausweis oder Reisepass sowie Geld für die TÜV-Gebühren sind nötig.

Doch was genau wird bei der Führerscheinprüfung erwartet? Hier finden sie einige Tipps für die theoretische und praktische Prüfung beim Führerschein.

Die theoretische Führerscheinprüfung

Für den theoretischen Teil der Führerscheinprüfung gilt es viele Verkehrsschilder und deren Bedeutung zu kennen.

Für den theoretischen Teil der Führerscheinprüfung gilt es viele Verkehrsschilder und deren Bedeutung zu kennen.

Hier gilt es möglichst fehlerfrei einen Fragenkatalog beantwortet zu können. Man muss 30 Fragen mit 100 möglichen Fehlerpunkten beantworten. Erlaubt sind maximal 10 Fehlerpunkte. Bei zwei 5-Punkte-Fragen ist die Prüfung allerdings nicht bestanden.

Die Fragen können je nach ihrer Gewichtung 2, 3, 4 oder 5 Fehlerpunkte wert sein. Aufgeteilt sind die 30 Fragen in 20 Fragen zum Grundstoff und 10 Fragen zum Zusatzstoff.

Seit 2014 werden auch kleine Videos gezeigt die 15 Sekunden lang laufen und bis zu 5 Mal angesehen werden können. Von diesen Videos werden 2 gezeigt.

Man hat 45 Minuten Zeit für die theoretische Prüfung. Wenn sie bestanden wurde ist sie 1 Jahr lang gültig. Man hat also 1 Jahr lang Zeit danach die praktische Prüfung abzulegen.

Verfällt die Frist muss man die theoretische Prüfung erneut ablegen.

In der Fahrschule müssen 14 Doppelstunden Theorie belegt werden. 12 hier von sind für den Grundstoff vorgesehen und 2 für Zusatzstoffe.

Der Fragenkatalog ist öffentlich zugänglich in Büchern, dem Internet und auf CDs. Man sollte die Fragen jedoch nicht nur auswendig lernen, sondern auch den Stoff verinnerlichen, um anschließend die praktische Prüfung fehlerfrei bestehen zu können.

Themenkataloge der theoretischen Führerscheinprüfung

  • Wie ist mein Fahrverhalten unter Stress und Emotionen, wie ist meines Sinneswahrnehmung, ist sie eingeschränkt?
  • Inwieweit ist man über die KFZ-Versicherung (Teilkasko, Vollkasko und Haftpflicht) informiert?
  • Wie ist der Straßenverkehr strukturiert? Bahnübergänge, Fahrbahnmarkierungen, was bedeuten sie etc.?
  • Wie verhält man sich gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern Fußgängern, Fahrräder, Kindern besonders langsam und vorsichtig etc.
  • Die Straßenverkehrsregeln. Wer hat wem gegenüber wann Vorfahrt? Vorrang der Verkehrszeichen, polizeiliche Anweisungen.
  • Wie lang sind Reaktionswege? Den Sicherheitsabstand vom halben Tachostand in Metern einhalten. Bremswege berechnen etc.
  • Vorausschauend fahren an engen und gefährlichen Stellen. Umweltbewusstes Fahren.
  • Parkverbote, Halteverbote.
  • Außergewöhnliche Situationen, das Verhalten gegenüber Feuerwehrwagen und Krankenwagen etc.

Die Prüfung wird am PC absolviert und am Ende abgeschickt. Man erhält direkt einen Ausdruck mit dem Ergebnis.

Die praktische Führerscheinprüfung

Der praktische Teil der Führerscheinprüfung kann auch über die Autobahn führen.

Der praktische Teil der Führerscheinprüfung kann auch über die Autobahn führen.

Die praktische Führerscheinprüfung dauert 45 Minuten.

Während dieser Fahrt muss der Prüfling dem Prüfer gegenüber zeigen, dass er verkehrssicher am Straßenverkehr teilnehmen kann.

Der Prüfer sitzt hinten hinter dem Fahrlehrer, meist zusammen mit einem weitern Fahrschüler. Von dort aus hat er das Fahrverhalten des Prüflings gut im Blick.

Der Fahrlehrer sitzt wie gewohnt auf dem Beifahrersitz, so dass er im Notfall eingreifen kann.

Der Führerscheinprüfling befolgt während der Führerscheinprüfung den Anweisungen des Prüfers.

Teilgenommen werden darf an der praktischen Prüfung wenn man:

  • Die theoretische Prüfung bestanden hat und diese nicht mehr als 1 Jahr zurück liegt
  • 5 Überlandfahrten,
  • 3 Nachtfahrten,
  • 4 Autobahnfahrten und in der Summe etwa 35 bis 40 Fahrstunden absolviert hat.

Worauf muss man bei Beginn der praktischen Führerscheinprüfung achten?

Zunächst gilt es den Sitz und die Spiegel (innen und außen) richtig einzustellen. Die Pedale müssen gut erreichbar sein. Vor allem sollte man daran denken sich anzuschnallen. Vergisst man dieses und fährt los ist die Prüfung auch schon vorbei.

Beginnt die Fahrt hat man innerhalb und außerhalb der geschlossenen Ortschaft 3 von 5 Grundaufgaben zu bewältigen, zu jeder hat man 3 Versuche.

Die 5 Grundfahraufgaben

  1. Eine Gefahrenbremsung hierbei fährt man etwa 30 km/h und tritt auf Anweisung des Prüfers gleichzeitig Kupplung und Bremse voll durch. Das ABS muss hierbei einsetzen.
  2. Das Einparken. Hierbei muss eine Längsaufstellung absolviert werden
  3. Aber auch eine Quer- oder Schrägaufstellung muss gemeistert werden. Hierbei muss man beim Rücksetzen auf Fußgänger, Kinder und Radfahrer achten.
  4. Das Umkehren und Wenden. Auf Anweisung wählt man eine geeignet Stelle zum Wenden. Wichtig ist hier rechtzeitig zu blinken und Verkehrszeichen zu beachten. Am besten wählt man eine Stelle mit wenig Verkehr wie einen öffentlichen Parkplatz.
  5. Alternativ zum Umkehren und Wenden kann der Prüfer auch das Rückwärtsfahren in eine Einfahrt, Kreuzung oder Straßenmündung verlangen. Bei den Aufgaben ist es wichtig mit vorsichtig schleifender Kupplung und Blick in den Rückspiegel zu fahren.

Auch das Befahren eines Autobahnabschnittes ist möglich als Aufgabe.

Durchführung einer Sicherheitskontrolle

Der Prüfer kann auch auf die Durchführung einer Sicherheitskontrolle bestehen. Hierbei müssen Dinge beachtet werden wie:

  • Einschalten von Warnblinklicht oder Blinker
  • Funktionstest des Standlichtes, Fernlichtes, Nebenschlussleuchte
  • Überprüfung von Kühlflüssigkeit
  • Kontrolleuchten aufzeigen
  • Verriegelung des Lenkradschlosses
  • Überprüfung der Bremsleuchte, Handbremse, Bremsen
  • Reifenprofiltiefe von mindestens 1,6 mm testen, Reifendrucktesten, Reifen auf schäden begutachten
  • Kontrolle des Motorölstandes 
  • Kontrolle des Standes des Wassers für die Scheibenwaschanlage

Bei bestandener Prüfung wird der Führerschein sofort ausgehändigt, sofern der Prüfer ihn dabei hat. Andernfalls kann man ihn mit einer ausgestellten Bescheinigung am Landratsamt später abholen.

Tipps zum bestehen der Führerscheinprüfung

Zum Bestehen der Führerscheinprüfung gibt es auch einige Tipps.

Zum Bestehen der Führerscheinprüfung gibt es auch einige Tipps.

Wichtig ist es ruhig zu bleiben, trotz steigendem Adrenalinspiegel. Hierbei können reichlich Fahrpraxis in Form von Fahrstunden und Fahrsicherheit helfen.

Aber auch Zucker in Form von Traubenzucker geht sofort ins Blut beruhigt oder pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian.

Gehen sie selbst sicher ran, der Fahrlehrer meldet seine Schüler erst zur Prüfung an wenn er davon ausgeht, dass diese die Prüfung bestehen können. Sind sie in der Fahrprüfung haben sie bereits das nötige Grundwissen und Fahrpraxis zum Bestehen erlangt.

Erzählen sie am besten nicht zu vielen Menschen, Mitschülern etc. von der anstehenden Prüfung um sich nicht unnötig unter Druck zu setzen.

Beim Nichtbestehen der Führerscheinprüfung wird man meist erst nach 2 Wochen erneut zu gelassen und hat Zeit für weitere vorbereitende Fahrstunden.

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